{"id":1430,"date":"2025-01-30T07:58:00","date_gmt":"2025-01-30T07:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/gug.uharek.com\/?p=1430"},"modified":"2026-03-01T08:05:47","modified_gmt":"2026-03-01T08:05:47","slug":"die-frau-ohne-schatten-an-der-deutsche-oper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gug.uharek.com\/?p=1430","title":{"rendered":"DIE FRAU OHNE SCHATTEN an der Deutsche Oper"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-left\"><br \/><\/h2>\n\n\n\n<p>Mit der monumentalen M\u00e4rchenoper kommt unser Richard-Strauss-Zyklus, in dem Tobias Kratzer die verschiedenen Stadien einer Paarbeziehung unter die Lupe nimmt, zu seinem Ende. Erhalten Sie im\u00a0<a href=\"http:\/\/newsletter.deutscheoperberlin.de\/go\/0\/67SO54XY-67PHQXDW-67KN8GTP-LFC2AN.mp4?ecmUid=520664&amp;ecmId=486642223663&amp;em_cmp=CAM_20250108_FrauOhneSchatten220250110\"><strong><u>Teaser<\/u><\/strong><\/a>\u00a0erste Einblicke in unsere Neuinszenierung und erleben Sie am 26. Januar die Premiere von DIE FRAU OHNE SCHATTEN unter musikalischer Leitung von Sir Donald Runnicles und mit David Butt Philip, Jane Archibald, Marina Prudenskaya, Jordan Shanahan und Catherine Foster u. a.<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>DIE FRAU OHNE SCHATTEN\u00a0erinnert vieles an Mozarts ZAUBERFL\u00d6TE: Die Begegnung verschiedener sozialer Klassen. Die m\u00e4rchenhafte, mit hohem Symbolwert aufgeladene Handlung. Das Bewusstsein einer elementaren Zeitenwende, die die bisherige Ordnung in Frage stellt und die Besinnung auf die Grundwerte menschlichen Miteinanders zu einer akuten, dringlichen Frage macht. Hier wie dort wird Erkenntnis nur durch schwere Pr\u00fcfungen erlangt.<br \/><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erster Aufzug<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die kaiserlichen G\u00e4rten<\/h3>\n\n\n\n<p>Kaiserin und Kaiser sind verheiratet. Aber Leichtigkeit und Leidenschaft ihrer Beziehung sind verschwunden: \u201eDie Frau wirft keinen Schatten\u201c \u2013 die Ehe ist kinderlos. Die Erwartungshaltung und ein Ultimatum ihres Vaters Keikobad setzen die Kaiserin zus\u00e4tzlich unter Druck.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Amme der Kaiserin, die diese nach dem Tod ihrer Mutter erzogen hat, er\u00f6ffnet einen Ausweg aus dem Dilemma: die Kaiserin m\u00fcsse \u201edies Haus get\u00fcrmt den Sternen entgegen\u201c verlassen und Hilfe bei einfachen Menschen suchen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Verwandlung<\/h3>\n\n\n\n<p>Kaiserin und Amme machen sich auf den Weg.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Im Hause des F\u00e4rbers<\/h3>\n\n\n\n<p>Der F\u00e4rber Barak lebt mit seiner Frau am Rande des Existenzminimums. Dass drei Br\u00fcder Baraks mit im Haus des Ehepaars wohnen, belastet die Beziehung der beiden emotional wie finanziell. Der gr\u00f6\u00dfte Konfliktpunkt der Ehe ist aber ein anderer: Barak w\u00fcnscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Die F\u00e4rberin verweigert sich diesem Wunsch.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Barak au\u00dfer Haus ist, erh\u00e4lt die F\u00e4rberin Besuch von Kaiserin und Amme. Die Amme umschmeichelt die F\u00e4rberin und stellt ihr Geld und andere Wohltaten in Aussicht \u2013 als Gegenleistung daf\u00fcr, dass sie der Kaiserin zu einem Kind verhilft.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber weder die Dienerinnen noch der sch\u00f6ne J\u00fcngling, den die Amme der F\u00e4rberin vorf\u00fchrt, k\u00f6nnen diese \u00fcberzeugen. Noch kann sich die F\u00e4rberin nicht dazu entschlie\u00dfen, ihren K\u00f6rper zu verkaufen. Doch als Barak zur\u00fcckkommt, verweigert sie ihm, im gemeinsamen Bett zu schlafen. Er solle sein Lager diese Nacht anderswo aufschlagen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zweiter Aufzug<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wechselnde Schaupl\u00e4tze<\/h3>\n\n\n\n<p>Weiterhin versucht die Amme, die F\u00e4rberin davon zu \u00fcberzeugen, den Handel mit ihr und der Kaiserin einzugehen. Erneut l\u00e4sst sie den sch\u00f6nen J\u00fcngling kommen. Aber wiederum verz\u00f6gert die R\u00fcckkehr Baraks eine Entscheidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Barak l\u00e4dt die Kinder der Nachbarschaft ein, um sich gegen\u00fcber seiner Frau als guter Familienvater zu empfehlen, erregt damit aber nur umso mehr ihren Zorn.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrenddessen irrt der Kaiser durch die Nacht. Er hadert mit seiner Ehe, der Kaiserin und sich selbst. Der Versuch einer Ann\u00e4herung an seine Frau ger\u00e4t zum Desaster. Der \u201erote Falke\u201c ihrer gemeinsamen Leidenschaft ist nicht wiederzufinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Amme fl\u00f6\u00dft Barak ein Schlafmittel ein und arrangiert ein weiteres Treffen zwischen der F\u00e4rberin und dem J\u00fcngling. Als Barak erwacht, eskaliert die Situation: Seine Sehns\u00fcchte nach einer gemeinsamen Familie sto\u00dfen die F\u00e4rberin mehr und mehr ab. Sie l\u00e4sst ihren Mann sp\u00fcren, wie wenig ihre Vorstellungen vom Leben mit seinen W\u00fcnschen vereinbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kaiserin begegnet dem verzweifelten Barak. Sie begreift, in welche Situation sie auch ihn gebracht hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Mitleid und Selbstvorw\u00fcrfe kommen zu sp\u00e4t. Die F\u00e4rberin hat sich entschieden, dem Angebot der Amme nachzugeben: \u201eZum Lebenswasser! Zur Schwelle des Todes!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend es dunkelt, sehen sich alle Beteiligten mit den Folgen ihres Handelns konfrontiert. Barak stellt seine Frau gewaltsam zur Rede. Die Kaiserin verzweifelt. Die Amme h\u00e4lt an der Richtigkeit ihres Vorgehens fest. Aber auch sie kann nicht alles kontrollieren. Ein gro\u00dfes Ungl\u00fcck unterbricht den Disput: \u201e\u00dcberm\u00e4chte sind im Spiel!\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Dritter Aufzug<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unterirdische Gew\u00f6lbe<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00e4rber und F\u00e4rberin versuchen einander wiederzufinden, reden aber aneinander vorbei.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Felsterrasse<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Amme greift zu letzten Mitteln, um der Kaiserin zu einem Kind zu verhelfen: \u201eIch wei\u00df den Weg! Ich schaff dir den Schatten!\u201c. Aber die Kaiserin beginnt die Ratschl\u00e4ge und Strategien der Amme zu hinterfragen. Sie emanzipiert sich von ihrer Ratgeberin und l\u00e4sst die Amme alleine zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tempelartiger Raum<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach ihrem Bruch mit der Amme fordert die Kaiserin nun auch die Autorit\u00e4t ihres Vaters Keikobad heraus. Sie verweigert sich den Anspr\u00fcchen anderer und trifft eine selbstbestimmte Entscheidung: \u201eIch will nicht!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Durch ihre Selbstbefreiung gelingt es der Kaiserin, auch ihren Mann aus dessen innerer Versteinerung zu l\u00f6sen. Das Paar findet wieder zueinander.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Goldene Br\u00fccke<\/h3>\n\n\n\n<p>F\u00e4rberin und F\u00e4rber treffen eine gemeinsame Entscheidung \u00fcber ihre Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Epilog<\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eVater, dir drohet nichts, \/ Siehe, es schwindet schon, \/ Mutter, das \u00c4ngstliche \/ Das dich beirrte!<\/p>\n\n\n\n<p>ie Oper sollte ihr Opus summum werden, ein Meisterwerk mit Ansage. Aber wie das so ist, Meisterwerke lassen sich nicht planen. Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss hatten alles gegeben: Freudianische Konstellationen, archaische Figuren, ein gro\u00dfes Kunstm\u00e4rchen wollten sie schaffen. Tats\u00e4chlich schrieben sie mit DIE FRAU OHNE SCHATTEN eine Oper, die so \u00fcbervoll ist mit Material, Ideen, Ambition, dass die Musikwelt bis heute streitet, worum es eigentlich geht \u2013 und Strauss schon zu Lebzeiten den Ball eher flach hielt, wenn es um die Vermarktung ging. Will man das inszenieren, sollte man, im Sinne von Strauss, mit Understatement an die Sache gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>DIE FRAU OHNE SCHATTEN ist der Abschluss des Strauss-Zyklus. Sie ist die fr\u00fcheste Oper der Reihe und die komplexeste, daher macht sie Sinn am Ende, wenn Themen und Erz\u00e4hlformen der anderen offenliegen. Alle drei betrachten Stadien des Beziehungslebens, alle drei \u00fcberpr\u00fcfen vor allem die Anschlussf\u00e4higkeit Richard Strauss\u2019 f\u00fcr heutige Themen.<\/p>\n\n\n\n<p>ARABELLA zeigt die Emanzipation der Titelfigur, lie\u00df sich auch als Transgender-Zeitreise der Nebenfigur Zdenka\/Zdenko erz\u00e4hlen. INTERMEZZO beschreibt das Hin und Her der Ehe eines Komponisten, spielerisch, mit Emphase, in diesem Strauss\u2019schen Orchesterfluss, als Vorstufe heutiger Autofiktionen.<\/p>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/imgtoolkit.culturebase.org\/?quality=8&amp;do=rescaleIn&amp;width=900&amp;height=426&amp;ar_method=rescaleOut&amp;ar_ratio=0.67&amp;file=https:\/\/img.culturebase.org\/2\/8\/9\/b\/e\/pic_1731928615_289be6f1dfec8f730fec4c850ddfba5b.jpeg\" alt=\"\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>ARABELLA erz\u00e4hlt von der Emanzipation einer Frau. Kratzers Inszenierung erweitert die Befreiung auf Zdenka (Elena Tsallagova), die sich als Mann begreift \u2013 und ebenso Gl\u00fcck und Liebe findet \u00a9 Thomas Aurin<\/p>\n\n\n\n<p>DIE FRAU OHNE SCHATTEN ist nun die Synthese der Themen, die zuvor ausgelegt wurden: Mann, Frau, Gesellschaft, Familie, Klassen, Rollen und Konflikte. Im Kern ist es ein M\u00e4rchen, das vom schweren Weg zum Kindergl\u00fcck erz\u00e4hlt. Ein Ehepaar, Kaiser und Kaiserin, leidet darunter, dass die Frau keinen Schatten wirft, eine Metapher f\u00fcr ihre Kinderlosigkeit. Sie wenden sich an ein anderes Paar, einen F\u00e4rber und eine F\u00e4rberin, um ihr Defizit auszugleichen. Die Geschichte klingt simpel, ist aber in ihrer Komplexit\u00e4t moralisch gar nicht aufzul\u00f6sen. Warum sind manche Paare nur gl\u00fccklich, wenn sie Kinder bekommen? Wie viel Klassismus steckt in Leihmutterschaft? Wie weit h\u00e4ngt weibliches Selbstbewusstsein heute noch an Mutterschaft? Lauter Fragen, die ins Herz einer gegenw\u00e4rtigen Debatte zielen \u2013 und auf die es keine einfachen Antworten gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn dann in diesem St\u00fcck, das Kindersegen als einzig selig machendes Paargl\u00fcck ausweist, der euphorische Schlu\u00dfjubel f\u00fcr alle Beteiligten kommt, hat man eine ziemliche Strecke hinter sich: Selbstzweifel, Paarzweifel, einen Chor der Ungeborenen, dann noch Keikobad, den abwesenden, nie singenden, stets pr\u00e4senten Geistervater. Man hat so viele patriarchale Vorstellungen, eheliche Verzweiflung und Misogynie erlebt, dass man die Schlussszene aus heutiger Sicht weder annehmen noch feiern kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Themen muss man nicht \u00fcberh\u00f6hen, um sie zu sehen. Statt die Oper mit symbolistischem Besteck aufzubl\u00e4hen, spielen wir sie eher im Geiste von INTERMEZZO als eine Geschichte aus dem Leben zweier Ehen. DIE FRAU OHNE SCHATTEN ist voller m\u00e4rchenhafter Schaupl\u00e4tze und Szenenwechsel. Die B\u00fchne wird diese vielen Wechsel mitgehen, in variablen Umbauten, fast andeutungsweise springen wir von einer Welt in die andere, eine brechtsche, entspannte Theatralik, in der wir hoffentlich die Wahrheit des St\u00fccks entdecken und die Tragik der Figuren.<\/p>\n\n\n\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/imgtoolkit.culturebase.org\/?quality=8&amp;do=rescaleIn&amp;width=900&amp;height=426&amp;ar_method=rescaleOut&amp;ar_ratio=0.67&amp;file=https:\/\/img.culturebase.org\/0\/a\/9\/3\/9\/pic_1731928618_0a939be7196a78f07536b3c7f468784f.jpeg\" alt=\"\"\/><\/p>\n\n\n\n<p>Der Regisseur Tobias Kratzer in seiner Heimat M\u00fcnchen \u00a9 Julian Baumann<\/p>\n\n\n\n<p>Mit DIE FRAU OHNE SCHATTEN geht eine begl\u00fcckende Zusammenarbeit mit Donald Runnicles zu Ende. Es begann mit der Arbeit an DER ZWERG, die Idee zum Zyklus beruht auf unseren Gespr\u00e4chen damals. Die Werke passen extrem gut zur DNA des Hauses und zur dirigentischen DNA von Runnicles, der alle Ressourcen dieses gro\u00dfartigen Ensembles bestens einzusetzen versteht. Ich habe mich am Haus und mit ihm sehr wohl gef\u00fchlt, in diesem kultivierten Spannungsverh\u00e4ltnis, in dem es darum geht, die gro\u00dfe Form, das Pathos, die musikalische Emphase und die Emotionalit\u00e4t nicht nur repr\u00e4sentativ auszustellen, sondern nach einer tieferen Wahrheit zu suchen \u2013 und dabei eine Form zu finden, die einer intellektuellen Reflexion standh\u00e4lt. Das war unser Ziel f\u00fcr den Zyklus. Wenn wir die Spannung auch nur halbwegs erreichen, mit einer Oper, bei der die meisten Regisseure ja eher am Grad ihres Scheiterns gemessen werden, dann kann ich beruhigt meine Intendanz bei der Staatsoper Hamburg antreten. Okay, ein Scherz. Im Ernst: Dies ist meine letzte Inszenierung als freier Regisseur. Sie liegt mir schon daher am Herzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der monumentalen M\u00e4rchenoper kommt unser Richard-Strauss-Zyklus, in dem Tobias Kratzer die verschiedenen Stadien einer Paarbeziehung unter die Lupe nimmt, zu seinem Ende. Erhalten Sie im\u00a0Teaser\u00a0erste Einblicke in unsere Neuinszenierung und erleben Sie am 26. Januar die Premiere von DIE FRAU OHNE SCHATTEN unter musikalischer Leitung von Sir Donald Runnicles und mit David Butt Philip, Jane Archibald, Marina Prudenskaya, Jordan Shanahan und Catherine Foster u. a. DIE FRAU OHNE SCHATTEN\u00a0erinnert vieles an Mozarts ZAUBERFL\u00d6TE: Die Begegnung verschiedener sozialer Klassen. Die m\u00e4rchenhafte, mit hohem Symbolwert aufgeladene Handlung. Das Bewusstsein einer elementaren Zeitenwende, die die bisherige Ordnung in Frage stellt und die Besinnung auf die Grundwerte menschlichen Miteinanders zu einer akuten, dringlichen Frage macht. Hier wie dort wird Erkenntnis nur durch schwere Pr\u00fcfungen erlangt. Erster Aufzug Die kaiserlichen G\u00e4rten Kaiserin und Kaiser sind verheiratet. Aber Leichtigkeit und Leidenschaft ihrer Beziehung sind verschwunden: \u201eDie Frau wirft keinen Schatten\u201c \u2013 die Ehe ist kinderlos. Die Erwartungshaltung und ein Ultimatum ihres Vaters Keikobad setzen die Kaiserin zus\u00e4tzlich unter Druck. Die Amme der Kaiserin, die diese nach dem Tod ihrer Mutter erzogen hat, er\u00f6ffnet einen Ausweg aus dem Dilemma: die Kaiserin m\u00fcsse \u201edies Haus get\u00fcrmt den Sternen entgegen\u201c verlassen und Hilfe bei einfachen Menschen suchen. Verwandlung Kaiserin und Amme machen sich auf den Weg. Im Hause des F\u00e4rbers Der F\u00e4rber Barak lebt mit seiner Frau am Rande des Existenzminimums. Dass drei Br\u00fcder Baraks mit im Haus des Ehepaars wohnen, belastet die Beziehung der beiden emotional wie finanziell. 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