{"id":355,"date":"2014-01-12T23:37:35","date_gmt":"2014-01-12T23:37:35","guid":{"rendered":"http:\/\/zde.uharek.com\/gug\/?p=355"},"modified":"2014-01-12T23:47:25","modified_gmt":"2014-01-12T23:47:25","slug":"mozart-und-schostakowitsch-in-der-philharmonie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gug.uharek.com\/?p=355","title":{"rendered":"Mozart und Schostakowitsch in der Philharmonie"},"content":{"rendered":"<p>Niemand, der die Altersgrenze von sechs Jahren \u00fcberschritten hat, kann ohne Zuhilfenahme von Stimmungsaufhellern so frohgemut in die Welt gucken und gehen wie Menahem Pressler. Als der Pianist am Freitagabend \u2212 mit eben diesem Blick und Gang \u2212 den Saal der Philharmonie betrat, wurde die Winternacht zum Sommertag, und schon der Auftrittsapplaus des Publikums dauerte so lange wie bei manchen K\u00fcnstlern der Schlussapplaus. Einige G\u00e4ste erhoben sich sogar von ihren Pl\u00e4tzen. Das war dem Anlass durchaus angemessen, denn Pressler \u2212 mehr als ein halbes Jahrhundert lang der Pianist des Beaux Arts Trios, ein Kammermusiker, den die gr\u00f6\u00dften Virtuosen seiner Zunft bewundert haben \u2212 gab bei den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Semjon Bytschkow sein Deb\u00fct als Solist. Am 16. Dezember ist er neunzig Jahre alt geworden (Berliner Zeitung).<\/p>\n<p>BERLINER PHILHARMONIKER<br \/>\nSEMYON BYCHKOV Dirigent<br \/>\nMENAHEM PRESSLER Klavier<br \/>\nWolfgang Amadeus Mozart<br \/>\nKonzert f\u00fcr Klavier und Orchester G-Dur KV 453<\/p>\n<p>Dmitri Schostakowitsch<br \/>\nSymphonie Nr. 11 g-Moll op. 103 \u00bbDas Jahr 1905\u00ab<\/p>\n<p>Menahem Pressler wurde 1923 in Magdeburg geboren und emigrierte 1939 nach Israel, wo er u. a. bei Eliahu Rudiakov und Leo Kestenberg Klavier studierte. Nachdem er beim Internationalen Debussy-Wettbewerb in San Francisco 1946 mit dem 1. Preis ausgezeichnet worden war, folgte sein Amerika-Deb\u00fct beim Philadelphia Orchestra (Dirigent: Eugene Ormandy). Zahlreiche Auftritte bei international bedeutenden Orchestern in den USA und in Europa schlossen sich an. Menahem Pressler verfolgte bereits fast 10 Jahre lang eine erfolgreiche Solo-Laufbahn, als er seine beispiellose Karriere als Kammermusiker begann: Als Gr\u00fcndungsmitglied des Beaux Arts Trios, mit dem er 1955 beim Berkshire Music Festival deb\u00fctierte, war der K\u00fcnstler f\u00fcr 55 Jahre lang als einziger Pianist verbunden; das legend\u00e4re Klaviertrio, dem zuletzt auch Daniel Hope (Violine) und Antonio Meneses angeh\u00f6rten, existierte bis 2008. Neben seinen Konzerten mit dem Beaux Arts Trios spielte Menahem Pressler viele Konzerte mit dem Juilliard String Quartet, dem Emerson String Quartet, dem Guarneri-Quartet, dem Cleveland Quartet, dem Israel Quartet und dem Pasquier Streichtrio. Seit fast 60 Jahren unterrichtet er an der Jacobs School of Music der Indiana University, zuletzt im Rang eines \u00bbDistinguished Professor\u00ab; zudem wurde ihm u. a. von der Manhattan School of Music, der University of Nebraska, dem San Francisco Conservatory of Music und der North Carolina School of the Arts der Ehrendoktortitel verliehen. Zu den weiteren Auszeichnungen Menahem Presslers z\u00e4hlen der \u00bbGramophone Lifetime Achievement Award\u00ab und die \u00bbGold Medal of Merit from the National Society of Arts and Letters\u00ab; 2005 wurde der Musiker vom franz\u00f6sischen Kulturministerium zum \u00bbChevalier dans l\u2019Ordre des Arts et des Lettres\u00ab ernannt, im selben Jahr wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. Im September 2012 wurde Menahem Pressler die deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit verliehen; in den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker ist er nun erstmals zu erleben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niemand, der die Altersgrenze von sechs Jahren \u00fcberschritten hat, kann ohne Zuhilfenahme von Stimmungsaufhellern so frohgemut in die Welt gucken und gehen wie Menahem Pressler. Als der Pianist am Freitagabend \u2212 mit eben diesem Blick und Gang \u2212 den Saal der Philharmonie betrat, wurde die Winternacht zum Sommertag, und schon der Auftrittsapplaus des Publikums dauerte so lange wie bei manchen K\u00fcnstlern der Schlussapplaus. Einige G\u00e4ste erhoben sich sogar von ihren Pl\u00e4tzen. Das war dem Anlass durchaus angemessen, denn Pressler \u2212 mehr als ein halbes Jahrhundert lang der Pianist des Beaux Arts Trios, ein Kammermusiker, den die gr\u00f6\u00dften Virtuosen seiner Zunft bewundert haben \u2212 gab bei den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Semjon Bytschkow sein Deb\u00fct als Solist. Am 16. Dezember ist er neunzig Jahre alt geworden (Berliner Zeitung). BERLINER PHILHARMONIKER SEMYON BYCHKOV Dirigent MENAHEM PRESSLER Klavier Wolfgang Amadeus Mozart Konzert f\u00fcr Klavier und Orchester G-Dur KV 453 Dmitri Schostakowitsch Symphonie Nr. 11 g-Moll op. 103 \u00bbDas Jahr 1905\u00ab Menahem Pressler wurde 1923 in Magdeburg geboren und emigrierte 1939 nach Israel, wo er u. a. bei Eliahu Rudiakov und Leo Kestenberg Klavier studierte. Nachdem er beim Internationalen Debussy-Wettbewerb in San Francisco 1946 mit dem 1. Preis ausgezeichnet worden war, folgte sein Amerika-Deb\u00fct beim Philadelphia Orchestra (Dirigent: Eugene Ormandy). Zahlreiche Auftritte bei international bedeutenden Orchestern in den USA und in Europa schlossen sich an. Menahem Pressler verfolgte bereits fast 10 Jahre lang eine erfolgreiche Solo-Laufbahn, als er seine beispiellose Karriere als Kammermusiker begann: Als Gr\u00fcndungsmitglied des Beaux Arts Trios, mit dem er 1955 beim Berkshire Music Festival deb\u00fctierte, war der K\u00fcnstler f\u00fcr 55 Jahre lang als einziger Pianist verbunden; das legend\u00e4re Klaviertrio, dem zuletzt auch Daniel Hope (Violine) und Antonio Meneses angeh\u00f6rten, existierte bis 2008. 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