{"id":494,"date":"2016-06-11T17:55:08","date_gmt":"2016-06-11T17:55:08","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.0.155\/gug\/?p=494"},"modified":"2017-01-06T17:57:30","modified_gmt":"2017-01-06T17:57:30","slug":"udo-lindenberg-im-volksparkstadion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gug.uharek.com\/?p=494","title":{"rendered":"Udo Lindenberg im Volksparkstadion"},"content":{"rendered":"<p>Mit einem atemberaubenden Open-Air-Auftritt in Hamburg hat Udo Lindenberg seine &#8222;Keine Panik live&#8220;-Tour 2016 fortgesetzt. Es war ein gigantisches, rundum gelungenes Open Air vor ausverkauftem Haus. Dass er &#8222;sein Ding macht\u201c ist schon seit Jahren amtlich. Aber die &#8222;Keine Panik\u201c-Tour ist vermutlich das bombastischste Ding, dass Udo Lindenberg je auf die Beine gestellt hat. Mit einer genialen Show, gro\u00dfartigen G\u00e4sten und einer fantastischen Band hat sich der Panikpr\u00e4sident im ausverkauften Volksparkstadion ein Denkmal gesetzt.<br \/>\nWo der Hammer h\u00e4ngt, zeigt Udo Lindenberg den gut 45.000 Fans schon in der ersten Viertelstunde. W\u00e4hrend das Panikorchester mit &#8222;Odyssee&#8220; das Stadion entert und sich im Get\u00f6se ein Schiffsbug mit der Aufschrift &#8222;Rock Liner&#8220; auf die B\u00fchne schiebt, steigt aus einem kleinen Verschlag am anderen Ende der Arena eine Nebelwolke auf. Und erst ganz langsam erhebt sich aus dem Dunst ein Schlapphut, drunter eine Sonnenbrille. Festgezurrt auf einem winzig kleinen Gestell schwebt Udo Lindenberg durch das gesamte Stadion der B\u00fchne entgegen &#8211; getragen von einer regelrechten Jubelwelle. Dort angekommen, spurtet er sofort den Laufsteg entlang und singt &#8222;Einer muss den Job ja machen\u201c. Er nat\u00fcrlich, wer auch sonst.<\/p>\n<p>Udo macht sein Ding &#8211; und wie!<br \/>\nUdo Lindenberg: Open-Air am 11. Juni 2016 im Hamburger Voksparkstadion \u00a9 NDR 2 Fotograf: Mirko HannemannKein Song ohne Action &#8211; und ein enorm fitter 70-J\u00e4hriger fegt \u00fcber die B\u00fchne.<br \/>\nUnd anstatt erst einmal Luft zu holen, legt Udo mit &#8222;Ich mach mein Ding&#8220; und &#8222;Coole Socke&#8220; gleich noch ein paar Songs nach, die eindeutig aus der Kategorie &#8222;pers\u00f6nliche Denkmalpflege&#8220; stammen. Was f\u00fcr ein Auftakt! In diesem Tempo geht es weiter &#8211; kaum ein Song, bei dem Udo Lindenberg einfach nur mal da steht und nur singt. Tanzend geht\u2019s runter auf die kleine B\u00fchne im Publikum, dann im Laufschritt zur\u00fcck zur Band, w\u00e4hrend er das Mikro wie ein Lasso schwingt. Selbst bei eher langsamen Balladen wie &#8222;Sternenhimmel&#8220; zeigt Udo ganzen K\u00f6rpereinsatz und liegt beim letzten Takt ausgesteckt auf dem B\u00fchnenboden. In der einzigen Pause, die sich der Panikrocker g\u00f6nnt, widmet er sich einem Glas Eierlik\u00f6r &#8211; der Stimme wegen.<\/p>\n<p>Kein Song ohne Schnickschnack<br \/>\nBegleitet wird Udo Lindenberg auf dieser Tour von einer rund 300-k\u00f6pfigen Crew. Ein Aufwand, der sich mit der aufwendigen und schnellen Show erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Wenn Udo nicht gerade selbst durch die Halle schwebt, turnen hoch oben \u00fcber dem Publikum zum Beispiel T\u00e4nzerinnen an einem rotleuchtenden Cello herum. Dann wiederum funkelt eine Spiegelkugel von fast zwei Metern Durchmesser am Himmel \u00fcber der Menge. Und schlie\u00dflich schwebt eine fliegende Untertasse heran und tanzende Aliens seilen sich zu Udo ab. Hinzu kommen noch haushohe, aufblasbare Figuren wie Udos knallgr\u00fcne Gl\u00fcckssocken, die links und rechts neben der B\u00fchne in die H\u00f6he wachsen. Kein Song, bei dem nicht irgendein wunderbarer Schnickschnack passiert. Im Grunde m\u00fcsste man die Show zwei Mal sehen, um alles mitzukriegen.<\/p>\n<p>Schneider, Raab und Waalkes zu Gast<br \/>\nUdo Lindenberg mit Oto Waalkes beim Open Air am 11. Juni 2016 im Hamburger Volksparkstadion \u00a9 NDR 2 Fotograf: Mirko HannemannOstfriesenjung Otto Waalkes erinnert an fr\u00fchere gemeinsame WG-Zeiten in Hamburg.<br \/>\nM\u00f6glicherweise ist die Show f\u00fcr Udo Lindenberg auch so etwas wie versp\u00e4tete Geburtstagssause &#8211; denn der Panikrocker hat gleich reihenweise Freunde und Kollegen eingeladen. Ein halbes Jahr nach seinem Abschied als TV-Moderator bringt Stefan Raab den &#8222;Sonderzug nach Pankow&#8220; am Schlagzeug auf Trab. Helge Schneider zum Beispiel spaziert l\u00e4ssig zu &#8222;Das kann man ja auch so sehen&#8220; mit dem Saxofon auf die B\u00fchne. Daniel Wirtz wiederum verpasst im Duett mit Udo dem Klassiker &#8222;Cello&#8220; einem deutlich rockigeren Sound \u2013 und mogelt in den Text von &#8222;Bunte Republik Deutschland\u201c ein paar Falco-Strophen hinein: &#8222;Rock me, Udo&#8220;, hei\u00dft es nun. F\u00fcr die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung aber sorgt Otto! Udos fr\u00fchere WG-Kumpane kn\u00f6pft sich AC\/DC vor. Aus &#8222;Highway To Hell&#8220; wird &#8222;Auf dem Heimweg wird\u2019s hell&#8220;. Mag platt klingen, aber schon die ersten Takte der Ostfriesen-Version lassen die Menge im Volksparkstadion ausrasten.<\/p>\n<p>Eine Extraportion Jubel gibt es jedes Mal, wenn Udos Kinder-Chor &#8211; die &#8222;Kids on Stage&#8220; aus D\u00fcsseldorf &#8211; die B\u00fchne st\u00fcrmen. Mal sind sie als Mini-Udos mit Schlapphut unterwegs, mal sind sie Teil der gro\u00dfen Kost\u00fcmparty bei &#8222;Candy Jane&#8220;, als pl\u00f6tzlich gut 30 Leute \u00fcber die B\u00fchne tanzen. Trotz der Partylaune l\u00e4sst es sich Udo Lindenberg nicht nehmen, f\u00fcr seine Idee einer bunten Republik und f\u00fcr ein weltoffenes und solidarisches Europa zu werben. Merkel, &#8222;Erdo-Wahn&#8220; und die AfD &#8211; sie alle kriegen einen R\u00fcffel auf Udo-Art. Und als der Kinderchor schlie\u00dflich den Klassiker &#8222;Wozu sind Kriege da?&#8220; singt, grollt der Panikrocker: &#8222;Kriege sind V\u00f6lkerverarsche &#8211; m\u00fcssen wir den Song ewig singen?&#8220;<\/p>\n<p>Knalleffekt zum Schluss<br \/>\nNach so einem starken Auftritt kann der Abgang nicht leise sein. Nach fast drei Stunden sagt Udo deshalb nicht einfach &#8222;Tsch\u00fcs&#8220; und schleicht sich heimlich von der B\u00fchne: Er l\u00e4sst sich einen Raumanzug anlegen, steigt in sein Schwebegestell, l\u00e4sst sich zu &#8222;Woddy Woddy Wodka&#8220; \u00fcber das B\u00fchnendach heben &#8211; und verschwindet im Dunkeln. Nicht ohne das Versprechen: &#8222;Ich schw\u00f6re, wir sehen uns wieder!&#8220; Den Fans bleiben noch ein krachendes Feuerwerk, Konfettiglitzer in der Luft und \u00fcbergro\u00dfe Luftballons, die \u00fcber die Menge h\u00fcpfen. Und als das Licht angeht, steht auf den gro\u00dfen LED-Leinw\u00e4nden nur noch: &#8222;Keine Panik!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem atemberaubenden Open-Air-Auftritt in Hamburg hat Udo Lindenberg seine &#8222;Keine Panik live&#8220;-Tour 2016 fortgesetzt. Es war ein gigantisches, rundum gelungenes Open Air vor ausverkauftem Haus. Dass er &#8222;sein Ding macht\u201c ist schon seit Jahren amtlich. Aber die &#8222;Keine Panik\u201c-Tour ist vermutlich das bombastischste Ding, dass Udo Lindenberg je auf die Beine gestellt hat. Mit einer genialen Show, gro\u00dfartigen G\u00e4sten und einer fantastischen Band hat sich der Panikpr\u00e4sident im ausverkauften Volksparkstadion ein Denkmal gesetzt. Wo der Hammer h\u00e4ngt, zeigt Udo Lindenberg den gut 45.000 Fans schon in der ersten Viertelstunde. W\u00e4hrend das Panikorchester mit &#8222;Odyssee&#8220; das Stadion entert und sich im Get\u00f6se ein Schiffsbug mit der Aufschrift &#8222;Rock Liner&#8220; auf die B\u00fchne schiebt, steigt aus einem kleinen Verschlag am anderen Ende der Arena eine Nebelwolke auf. Und erst ganz langsam erhebt sich aus dem Dunst ein Schlapphut, drunter eine Sonnenbrille. Festgezurrt auf einem winzig kleinen Gestell schwebt Udo Lindenberg durch das gesamte Stadion der B\u00fchne entgegen &#8211; getragen von einer regelrechten Jubelwelle. Dort angekommen, spurtet er sofort den Laufsteg entlang und singt &#8222;Einer muss den Job ja machen\u201c. Er nat\u00fcrlich, wer auch sonst. Udo macht sein Ding &#8211; und wie! Udo Lindenberg: Open-Air am 11. Juni 2016 im Hamburger Voksparkstadion \u00a9 NDR 2 Fotograf: Mirko HannemannKein Song ohne Action &#8211; und ein enorm fitter 70-J\u00e4hriger fegt \u00fcber die B\u00fchne. Und anstatt erst einmal Luft zu holen, legt Udo mit &#8222;Ich mach mein Ding&#8220; und &#8222;Coole Socke&#8220; gleich noch ein paar Songs nach, die eindeutig aus der Kategorie &#8222;pers\u00f6nliche Denkmalpflege&#8220; stammen. Was f\u00fcr ein Auftakt! In diesem Tempo geht es weiter &#8211; kaum ein Song, bei dem Udo Lindenberg einfach nur mal da steht und nur singt. 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