{"id":642,"date":"2018-01-18T11:20:35","date_gmt":"2018-01-18T11:20:35","guid":{"rendered":"http:\/\/gug.uharek.com\/?p=642"},"modified":"2018-01-19T11:23:01","modified_gmt":"2018-01-19T11:23:01","slug":"urauffuehrung-requiem-pour-l-in-den-berliner-festspielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gug.uharek.com\/?p=642","title":{"rendered":"Urauff\u00fchrung &#8222;Requiem pour L.&#8220; in den Berliner Festspielen"},"content":{"rendered":"<div class=\"event_details\">\n<div class=\"event_cast\">\n<p>Musik\u00a0<span class=\"uppercase\"><a href=\"https:\/\/www.berlinerfestspiele.de\/de\/aktuell\/festivals\/berlinerfestspiele\/archiv_bfs\/kuenstler_bfs\/kuenstler_detail_bfs_141401.php\">FABRIZIO CASSOL<\/a><\/span>\u00a0nach\u00a0<span class=\"uppercase\"><a href=\"https:\/\/www.berlinerfestspiele.de\/de\/aktuell\/festivals\/berlinerfestspiele\/archiv_bfs\/kuenstler_bfs\/kuenstler_detail_bfs_45144.php\">WOLFGANG AMADEUS MOZART<\/a><\/span><br \/>\nRegie\u00a0<span class=\"uppercase\"><a href=\"https:\/\/www.berlinerfestspiele.de\/de\/aktuell\/festivals\/berlinerfestspiele\/archiv_bfs\/kuenstler_bfs\/kuenstler_detail_bfs_93150.php\">ALAIN PLATEL<\/a><\/span><br \/>\nMusikalische Leitung\u00a0<span class=\"uppercase\"><a href=\"https:\/\/www.berlinerfestspiele.de\/de\/aktuell\/festivals\/berlinerfestspiele\/archiv_bfs\/kuenstler_bfs\/kuenstler_detail_bfs_141400.php\">RODRIGUEZ VANGAMA<\/a><\/span><br \/>\nDramaturgie\u00a0<span class=\"uppercase\">HILDEGARD DE VUYST<\/span><br \/>\nVideo\u00a0<span class=\"uppercase\">SIMON VAN ROMPAY<\/span><br \/>\nKamera\u00a0<span class=\"uppercase\">NATAN ROSSEEL<\/span><br \/>\nB\u00fchne\u00a0<span class=\"uppercase\"><a href=\"https:\/\/www.berlinerfestspiele.de\/de\/aktuell\/festivals\/berlinerfestspiele\/archiv_bfs\/kuenstler_bfs\/kuenstler_detail_bfs_93150.php\">ALAIN PLATEL<\/a><\/span><br \/>\nKost\u00fcme\u00a0<span class=\"uppercase\">DORINE DEMUYNCK<\/span><br \/>\nLicht\u00a0<span class=\"uppercase\">CARLO BOURGUIGNON<\/span><br \/>\nKlangregie\u00a0<span class=\"uppercase\">BARTOLD UYTTERSPROT<\/span>,\u00a0<span class=\"uppercase\">CARLO THOMPSON<\/span><\/p>\n<p>Von und mit<br \/>\n<span class=\"uppercase\">RODRIGUEZ VANGAMA<\/span>\u00a0Gitarre, E-Bass<br \/>\n<span class=\"uppercase\">BOULE MPANYA, FREDY MASSAMBA, RUSSELL TSHIEBUA<\/span>\u00a0Gesang<br \/>\n<span class=\"uppercase\">NOBULUMKO MNGXEKEZA, OWEN METSILENG, STEPHEN DIAZ \/ RODRIGO FERREIRA<\/span>\u00a0lyrischer Gesang<br \/>\n<span class=\"uppercase\">JO\u00c3O BARRADAS<\/span>\u00a0Akkordeon<br \/>\n<span class=\"uppercase\">KOJACK KOSSAKAMVWE<\/span>\u00a0E-Gitarre<br \/>\n<span class=\"uppercase\">NIELS VAN HEERTUM<\/span>\u00a0Euphonium<br \/>\n<span class=\"uppercase\">BOUTON KALANDA, ERICK NGOYA, SILVA MAKENGO<\/span>\u00a0Likembe<br \/>\n<span class=\"uppercase\">MICHEL SEBA<\/span>\u00a0Perkussion<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"accordiontext_module\">\n<div class=\"intro\">\n<p>Mozarts ber\u00fchmtes \u201eRequiem\u201c war zum Zeitpunkt seines Todes 1791 ein Fragment, das sp\u00e4ter von seinem Sch\u00fcler erg\u00e4nzt wurde. Der Komponist Fabrizio Cassol hat f\u00fcr seine neue Produktion mit Alain Platel die originalen Partien freigelegt und gemeinsam mit Musiker*innen aus Afrika und Europa aus Mozarts Komposition eine musikalische Zeremonie entwickelt, die neue Wege im Umgang mit dem Tod er\u00f6ffnet. So entstand eine neue Art von Totenmesse, die sich zwischen unterschiedlichen Kulturen bewegt, das musikalische Geschehen aber noch st\u00e4rker zu einer pers\u00f6nlichen Verhandlung zwischen den Menschen macht und so zu einer Art spirituellen und sehr vitalen Begleitmusik der Reise am Ende jedes Lebens wird.<\/p>\n<p>Denn das St\u00fcck begleitet konkret und sichtbar eine Frau beim Sterben. F\u00fcr deren Name und Leben steht der Buchstabe L im Titel dieser Urauff\u00fchrung. Das \u201eRequiem pour L.\u201c ist dieser Frau aus Flandern und ihrer letzten und stillen Reise aus diesem Leben hinaus gewidmet. Vierzehn Musiker*innen verschiedener Kontinente verweben daf\u00fcr die Kompositionen Mozarts mit der Welt der Oper, des Jazz und der popul\u00e4ren Musik aus Afrika.<\/p>\n<p>\u201eRequiem pour L.\u201c ist kein einfaches Theater und es ist sicher auch nicht einfach \u201enur\u201c Theater. Platel und Cassol haben eine zeitgen\u00f6ssische Art von Messe f\u00fcr den Tod geschaffen, kein Tanztheater, aber ein sehr vitales und k\u00f6rperliches Musizieren auf dem sprichw\u00f6rtlichen Gr\u00e4berfeld. Ihr Requiem ist eine \u00dcbung in der Ars moriendi, der Kunst des Sterbens, ohne die es keine Kunst des Lebens gibt.<\/p>\n<p>Cassol und Platel begegnen sich in ihrer Zusammenarbeit meist in einer Art \u201em\u00e9tissage\u201c, einer Verschmelzung der Kulturen, und erschaffen so neue Universen. Ihre bisherige Zusammenarbeit umfasst Bearbeitungen von Monteverdis \u201eMarienvesper\u201c (\u201evsprs\u201c, 2006), Bachs \u201eMatth\u00e4uspassion\u201c (\u201epiti\u00e9!\u201c, 2008) und des westlichen Barockrepertoires (\u201eCoup Fatal\u201c, 2014).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Musik\u00a0FABRIZIO CASSOL\u00a0nach\u00a0WOLFGANG AMADEUS MOZART Regie\u00a0ALAIN PLATEL Musikalische Leitung\u00a0RODRIGUEZ VANGAMA Dramaturgie\u00a0HILDEGARD DE VUYST Video\u00a0SIMON VAN ROMPAY Kamera\u00a0NATAN ROSSEEL B\u00fchne\u00a0ALAIN PLATEL Kost\u00fcme\u00a0DORINE DEMUYNCK Licht\u00a0CARLO BOURGUIGNON Klangregie\u00a0BARTOLD UYTTERSPROT,\u00a0CARLO THOMPSON Von und mit RODRIGUEZ VANGAMA\u00a0Gitarre, E-Bass BOULE MPANYA, FREDY MASSAMBA, RUSSELL TSHIEBUA\u00a0Gesang NOBULUMKO MNGXEKEZA, OWEN METSILENG, STEPHEN DIAZ \/ RODRIGO FERREIRA\u00a0lyrischer Gesang JO\u00c3O BARRADAS\u00a0Akkordeon KOJACK KOSSAKAMVWE\u00a0E-Gitarre NIELS VAN HEERTUM\u00a0Euphonium BOUTON KALANDA, ERICK NGOYA, SILVA MAKENGO\u00a0Likembe MICHEL SEBA\u00a0Perkussion Mozarts ber\u00fchmtes \u201eRequiem\u201c war zum Zeitpunkt seines Todes 1791 ein Fragment, das sp\u00e4ter von seinem Sch\u00fcler erg\u00e4nzt wurde. Der Komponist Fabrizio Cassol hat f\u00fcr seine neue Produktion mit Alain Platel die originalen Partien freigelegt und gemeinsam mit Musiker*innen aus Afrika und Europa aus Mozarts Komposition eine musikalische Zeremonie entwickelt, die neue Wege im Umgang mit dem Tod er\u00f6ffnet. So entstand eine neue Art von Totenmesse, die sich zwischen unterschiedlichen Kulturen bewegt, das musikalische Geschehen aber noch st\u00e4rker zu einer pers\u00f6nlichen Verhandlung zwischen den Menschen macht und so zu einer Art spirituellen und sehr vitalen Begleitmusik der Reise am Ende jedes Lebens wird. Denn das St\u00fcck begleitet konkret und sichtbar eine Frau beim Sterben. F\u00fcr deren Name und Leben steht der Buchstabe L im Titel dieser Urauff\u00fchrung. Das \u201eRequiem pour L.\u201c ist dieser Frau aus Flandern und ihrer letzten und stillen Reise aus diesem Leben hinaus gewidmet. Vierzehn Musiker*innen verschiedener Kontinente verweben daf\u00fcr die Kompositionen Mozarts mit der Welt der Oper, des Jazz und der popul\u00e4ren Musik aus Afrika. \u201eRequiem pour L.\u201c ist kein einfaches Theater und es ist sicher auch nicht einfach \u201enur\u201c Theater. Platel und Cassol haben eine zeitgen\u00f6ssische Art von Messe f\u00fcr den Tod geschaffen, kein Tanztheater, aber ein sehr vitales und k\u00f6rperliches Musizieren auf dem sprichw\u00f6rtlichen Gr\u00e4berfeld. 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