{"id":727,"date":"2019-02-14T19:21:00","date_gmt":"2019-02-14T19:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/gug.uharek.com\/?p=727"},"modified":"2020-06-20T19:25:03","modified_gmt":"2020-06-20T19:25:03","slug":"schaubuehne-ungeduld-des-herzens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gug.uharek.com\/?p=727","title":{"rendered":"Schaub\u00fchne &#8222;Ungeduld des Herzens&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p>Kritikenrundschau<\/p>\n\n\n\n<p>Von einer &#8222;meisterlichen Herangehensweise an die hochreflektierte Erz\u00e4hlstrategie&#8220; von Stefan Zweig spricht&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nachtkritik.de\/Schaub%C3%BChne%20Berlin:%20Simon%20McBurney%20inszeniert%20Stefan%20Zweigs%20%E2%80%9EUngeduld%20des%20Herzens%E2%80%9C%20|%20Theater%20-%20Berliner%20Zeitung%20-%20Lesen%20Sie%20mehr%20auf:%20http:\/www.berliner-zeitung.de\/theater\/schaubuehne-berlin-simon-mcburney-inszeniert-stefan-zweigs--ungeduld-des-herzens-,10809198,32989016.html?originalReferrer=#plx952004099\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ulrich Seidler&nbsp;<\/a>in der&nbsp;<strong>Berliner Zeitung<\/strong>&nbsp;(26.12.2015). Der hochdekorierte britische Schauspieler, Regisseur und Mitbegr\u00fcnder des koproduzierenden Tourneetheaters Complicit\u00e9 Simon McBurney inszeniere den einzig vollendeten Roman Zweigs &#8222;als eine Art epische Installation&#8220;, als &#8222;formbewusstes, pr\u00e4zises Sprechtheater mit sehr intensiven Klang- und Bildeffekten&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ein paar S\u00e4tze nur und gro\u00dfe Wirkung. Volle Entfaltung der literarischen Qualit\u00e4t des Buchs, seiner Musikalit\u00e4t. Wie viele Romanadaptionen hat man in den letzten Jahren auf den B\u00fchnen gesehen, an der Schaub\u00fchne, \u00fcberall! Wie viele flache Abende waren das, Etikettenschwindel!&#8220; So staunt&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/simon-mcburney-an-der-schaubuehne-kuehler-rausch-heisse-rede\/12762112.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">R\u00fcdiger Schaper<\/a>&nbsp;im&nbsp;<strong>Tagesspiegel<\/strong>&nbsp;(24.12.2015) \u00fcber den Abend. Und weiter: &#8222;Dieses Theater hat Augen im Herz. Ihm geht vielleicht die gro\u00dfe Sinnlichkeit ab, aber es besticht durch Intelligenz. Emotionale Intelligenz.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine &#8222;geisterstundenhafte, konzentrierte, nur minimal kitschige Kunst\u00fcbung&#8220; hat&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/stefan-zweig-auf-der-buehne-ungeduld-des-herzens-in-berlin-a-1069362.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wolfgang H\u00f6bel<\/a>&nbsp;erlebt, wie er auf&nbsp;<strong>Spiegel Online<\/strong>&nbsp;(23.12.2015) schreibt. Manchmal scheine es so, als sei das Theater des Regisseurs McBurney von der Kinobegeisterung des Erfolgsdarstellers McBurney infiziert, als wolle er austesten, ob der Zauber der Stefan-Zweig-S\u00e9ance nachts im Museum durch solche plakativen Effekte wom\u00f6glich in tausend St\u00fccke birst. &#8222;Aber seine eindringliche, fast immer auf die Erz\u00e4hlkunst der Darsteller vertrauende &#8218;Ungeduld des Herzens&#8216;-Beschw\u00f6rung h\u00e4lt das locker aus.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Wirkliche Bilder entst\u00fcnden dabei nicht, kritisiert hingegen&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ungeduld-des-herzens-buehnengetue-statt-inneres-erleben.691.de.html?dram:article_id=340747\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Eberhard Spreng<\/a>&nbsp;im&nbsp;<strong>Deutschlandfunk<\/strong>&nbsp;(23.12.2015): &#8222;Was im Roman inneres Erleben ist, wird hier zum B\u00fchnengetue.&#8220; Erst im zweiten Teil der Auff\u00fchrung bekomme McBurney mitunter den Kern des Romans in den Griff. Dennoch: Den Romanbogen &#8222;vermag die Inszenierung sowenig zu spannen, wie den gleichwohl vom Regisseur angestrebten Bezug zur Gegenwart&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;So schlicht, ja karg die Anlage dieser Produktion daherkommt, so \u00fcberladen wirkt sie doch von Anfang an&#8220;, findet&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/ungeduld-des-herzens-an-der-berliner-schaubuehne-ein.1013.de.html?dram:article_id=340743\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Andr\u00e9 Mumot<\/a>&nbsp;im&nbsp;<strong>Deutschlandradio Kultur<\/strong>&nbsp;(22.12.2015). Alles m\u00fcsse ausillustriert und aufs Naivste bebildert werden. &#8222;Alles n\u00e4mlich nimmt Simon McBurney ehrf\u00fcrchtig beim Wort, alles wird eins zu eins in B\u00fchnenaktionen und gro\u00dfes Pathos umgesetzt, nichts unterspielt, aufgebrochen oder hinterfragt, stattdessen mit Ausrufezeichnen und \u00fcberagierter Emotionsnat\u00fcrlichkeit ausstaffiert. Was sich im Roman als langsamer, qu\u00e4lender und tats\u00e4chlich ergreifender Prozess der heillosen Gef\u00fchlsverstrickung entfaltet, ist hier nur exaltierte Operette, die ihre biedere Abstandslosigkeit nie verbergen kann.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kritikenrundschau Von einer &#8222;meisterlichen Herangehensweise an die hochreflektierte Erz\u00e4hlstrategie&#8220; von Stefan Zweig spricht&nbsp;Ulrich Seidler&nbsp;in der&nbsp;Berliner Zeitung&nbsp;(26.12.2015). Der hochdekorierte britische Schauspieler, Regisseur und Mitbegr\u00fcnder des koproduzierenden Tourneetheaters Complicit\u00e9 Simon McBurney inszeniere den einzig vollendeten Roman Zweigs &#8222;als eine Art epische Installation&#8220;, als &#8222;formbewusstes, pr\u00e4zises Sprechtheater mit sehr intensiven Klang- und Bildeffekten&#8220;. &#8222;Ein paar S\u00e4tze nur und gro\u00dfe Wirkung. Volle Entfaltung der literarischen Qualit\u00e4t des Buchs, seiner Musikalit\u00e4t. 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