{"id":739,"date":"2019-03-02T19:41:00","date_gmt":"2019-03-02T19:41:00","guid":{"rendered":"http:\/\/gug.uharek.com\/?p=739"},"modified":"2020-06-20T19:43:58","modified_gmt":"2020-06-20T19:43:58","slug":"zubin-mehta-und-martin-grubinger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gug.uharek.com\/?p=739","title":{"rendered":"Zubin Mehta und Martin Grubinger"},"content":{"rendered":"\n<p>Martin Grubinger, der \u00bbMulti-Percussion-Star, der bei seinen Auftritten mit schwindelerregender Akrobatik zwischen seinen vielen Instrumenten hin und her tobt\u00ab (<em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em>), deb\u00fctiert bei den Berliner Philharmonikern. Zu h\u00f6ren ist Peter E\u00f6tv\u00f6s\u2019&nbsp;<em>Speaking Drums<\/em>, wo Grubinger seine ganze atemberaubende Vielseitigkeit demonstrieren kann. Dirigent Zubin Mehta pr\u00e4sentiert zudem Edgard Var\u00e8ses virtuoses St\u00fcck&nbsp;<em>Int\u00e9grales<\/em>&nbsp;und Nikolai Rimsky-Korsakows exotisch-bildkr\u00e4ftige Suite&nbsp;<em>Scheherazade<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Berliner Philharmoniker<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zubin Mehta<em>&nbsp;Dirigent<\/em><\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Martin Grubinger<em>&nbsp;Schlagzeug<\/em><\/h2>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Edgard Var\u00e8se<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Int\u00e9grales<\/em>&nbsp;f\u00fcr kleines Blasorchester und Schlagzeuger<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Peter E\u00f6tv\u00f6s<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Speaking Drums<\/em>, Vier Gedichte f\u00fcr Schlagzeug solo und Orchester<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Martin Grubinger<\/strong><em>&nbsp;Schlagzeug<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nikolaj Rimsky-Korsakow<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Scheherazade<\/em>, Symphonische Suite op. 35<\/p>\n\n\n\n<p>Lange wurde das Schlagzeug in der europ\u00e4ischen Kunstmusik eher stiefm\u00fctterlich behandelt. Denn obwohl Pauken, Trommeln und Becken an markanten H\u00f6hepunkten im Orchester immer mal wieder auftrumpfen durften, fristeten sie sonst ein Schattendasein \u2013 oft als blo\u00dfe Taktgeber. Dies zu \u00e4ndern, war erkl\u00e4rtes Ziel des Multiperkussionisten Martin Grubinger, dessen Palette von eruptiven Klangkaskaden bis zu zart verklingenden Glockent\u00f6nen reicht. Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass immer mehr Konzertbesucher perkussive Klangwelten f\u00fcr sich entdecken, in denen der athletische Einsatz des Spielers, die physische Pr\u00e4senz und Wucht der Kl\u00e4nge sowie der Farbenreichtum des Instrumentariums sich zu einer faszinierenden, k\u00f6rperlich-sinnlichen Musik verbinden. Nicht umsonst ist die Aura der Extremsportart ein unverzichtbares Element der Trommelkunst.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen seines Deb\u00fcts bei den Berliner Philharmonikern widmet sich Martin Grubinger dem Konzert f\u00fcr Schlagzeug und Orchester&nbsp;<em>Speaking Drums<\/em>, das Peter E\u00f6tv\u00f6s f\u00fcr ihn komponiert hat. Der Werktitel ist Programm, denn der Solist hat hier nicht nur zu trommeln, sondern auch zu sprechen und zu rufen. \u00bbIch habe das bei indischen Trommlern gesehen und geh\u00f6rt\u00ab, erkl\u00e4rte E\u00f6tv\u00f6s 2016 in einem Interview. \u00bbSie trommeln das, was sie sagen. Das hei\u00dft, sie sprechen einen bestimmten Text und in demselben Tempo, in demselben Rhythmus spielen sie Schlagzeug dazu. Dadurch wird es sehr farbig, aber auch sehr sprechend, als w\u00fcrden sie eine Geschichte mit dem Instrument erz\u00e4hlen. Diese Haltung habe ich f\u00fcr mein St\u00fcck \u00fcbernommen.\u00ab Die Texte stammen von S\u00e1ndor We\u00f6res, der viele Nonsens-Gedichte geschrieben hat, die nur eine rhythmische Funktion erf\u00fcllen, sowie von Jayadeva, einem indischen Dichter aus dem 12. Jahrhundert. \u00bbAlle Texte\u00ab, so E\u00f6tv\u00f6s, \u00bbhaben eindr\u00fcckliche Rhythmen. Diese auf Schlaginstrumente und aufs Orchester zu \u00fcbersetzen, ist ein Genuss.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Eingeleitet wird der von Zubin Mehta dirigierte Abend mit Edgard Var\u00e8ses&nbsp;<em>Int\u00e9grales<\/em>, das neben virtuosestem Klangraffinement auch mitrei\u00dfende Rhythmik bietet, da die Stimmen der vier Holz- und sechs Blechblasinstrumente in reizvollem Kontrast zu den von vier Schlagzeugern gespielten 17 in der Partitur geforderten Perkussionsinstrumenten stehen. Raffinierte Orchesterkl\u00e4nge bietet schlie\u00dflich \u00adNikolaj Rimsky-Korsakows Symphonische Suite&nbsp;<em>Scheherazade<\/em>, in der verschiedene Episoden und Bilder aus&nbsp;<em>Tausendundeiner Nacht<\/em>&nbsp;in Musik gefasst werden: \u00bbDas Meer und Sindbads Schiff, die fantastische Erz\u00e4hlung des Prinzen Kalender, Prinz und Prinzessin, Festtage in Bagdad und das Schiff, das am Felsen mit dem ehernen Reiter zerschellt\u00ab (Rimsky-Korsakow).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martin Grubinger, der \u00bbMulti-Percussion-Star, der bei seinen Auftritten mit schwindelerregender Akrobatik zwischen seinen vielen Instrumenten hin und her tobt\u00ab (S\u00fcddeutsche Zeitung), deb\u00fctiert bei den Berliner Philharmonikern. Zu h\u00f6ren ist Peter E\u00f6tv\u00f6s\u2019&nbsp;Speaking Drums, wo Grubinger seine ganze atemberaubende Vielseitigkeit demonstrieren kann. Dirigent Zubin Mehta pr\u00e4sentiert zudem Edgard Var\u00e8ses virtuoses St\u00fcck&nbsp;Int\u00e9grales&nbsp;und Nikolai Rimsky-Korsakows exotisch-bildkr\u00e4ftige Suite&nbsp;Scheherazade. Berliner Philharmoniker Zubin Mehta&nbsp;Dirigent Martin Grubinger&nbsp;Schlagzeug Edgard Var\u00e8se Int\u00e9grales&nbsp;f\u00fcr kleines Blasorchester und Schlagzeuger Peter E\u00f6tv\u00f6s Speaking Drums, Vier Gedichte f\u00fcr Schlagzeug solo und Orchester Martin Grubinger&nbsp;Schlagzeug Nikolaj Rimsky-Korsakow Scheherazade, Symphonische Suite op. 35 Lange wurde das Schlagzeug in der europ\u00e4ischen Kunstmusik eher stiefm\u00fctterlich behandelt. Denn obwohl Pauken, Trommeln und Becken an markanten H\u00f6hepunkten im Orchester immer mal wieder auftrumpfen durften, fristeten sie sonst ein Schattendasein \u2013 oft als blo\u00dfe Taktgeber. Dies zu \u00e4ndern, war erkl\u00e4rtes Ziel des Multiperkussionisten Martin Grubinger, dessen Palette von eruptiven Klangkaskaden bis zu zart verklingenden Glockent\u00f6nen reicht. Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass immer mehr Konzertbesucher perkussive Klangwelten f\u00fcr sich entdecken, in denen der athletische Einsatz des Spielers, die physische Pr\u00e4senz und Wucht der Kl\u00e4nge sowie der Farbenreichtum des Instrumentariums sich zu einer faszinierenden, k\u00f6rperlich-sinnlichen Musik verbinden. Nicht umsonst ist die Aura der Extremsportart ein unverzichtbares Element der Trommelkunst. Im Rahmen seines Deb\u00fcts bei den Berliner Philharmonikern widmet sich Martin Grubinger dem Konzert f\u00fcr Schlagzeug und Orchester&nbsp;Speaking Drums, das Peter E\u00f6tv\u00f6s f\u00fcr ihn komponiert hat. 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