Jakub Hrůša und Frank Peter Zimmermann mit einem tschechischen Abend in der Philharmonie
Berliner Philharmoniker
Jakub Hrůša Dirigent
Frank Peter Zimmermann Violine
Antonín Dvořák
Das goldene Spinnrad op. 109
Bohuslav Martinů
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1
Frank Peter Zimmermann Violine
Leoš Janáček
Taras Bulba, Rhapsodie für Orchester
Die Sache Makropulos
Oper in drei AktenLibretto von Leos Janácek nach der Komödie von Karel CapekUraufführung: 18. Dezember 1926 am Nationaltheater BrünnPremiere an der Deutschen Oper Berlin am 19. Februar 2016
In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Katharina Kriegers 60er Geburtstag
Im Sängervereinshaus Krog.
Daniel Harding dirigiert Bruckners Fünfte
»Tragische«, »Faustische«, »Katholische«: Die unterschiedlichsten Beinamen schob die Nachwelt der Fünften Symphonie von Anton Bruckner unter, während der Komponist selbst von seiner »Phantastischen« Symphonie sprach. Daran zeigt sich vor allem die Vielfalt an Ausdruckswelten, die in diesem monumentalen Werk zu finden sind – vom grüblerischen Raunen bis zum strahlenden Auftrumpfen. Dirigent des Abends ist Daniel Harding.
Was für eine Entdeckung! 1904 stieß ein pensionierter Beamter des k.k. Eisenbahnministeriums im Nachlass seines kürzlich zuvor verstorbenen Schwiegervaters auf eine handschriftliche Partitur aus der Feder von Anton Bruckner. Die Sensation bestand keineswegs darin, dass dieses Werk bislang unentdeckt geblieben wäre, handelte es sich bei dem Fund doch um Bruckners Fünfte Symphonie, die unter der Leitung von Franz Schalk am 8. April 1894 in Graz uraufgeführt worden war. Für Furore sorgte vielmehr die Tatsache, dass diese Handschrift eine Zueignung aufwies. Ihr war zu entnehmen, dass Bruckner seine Fünfte drei Jahre nach ihrer Vollendung »in tiefster Ehrfurcht« Dr. Karl Ritter von Stremayr gewidmet hatte. In seiner Funktion als Minister für Kultus und Unterricht hatte Stremayr 1875 Bruckners Ruf als Lektor für Harmonielehre und Kontrapunkt an die Wiener Universität bestätigt. Der Komponist dankte es ihm, indem er eine säuberliche, auf den 4. November 1878 – den Namenstag Stremayrs – datierte Abschrift seiner Fünften Symphonie nebst Widmung anfertigte, die dann bis zum Tod Stremayrs in dessen Privatbesitz verblieb.
Erstmals erklungen war Bruckner Fünfte am 20.April 1887 in einer Transkription für zwei Klaviere im Wiener Bösendorfersaal. Die erste Orchesteraufführung fand dann in Abwesenheit des Komponisten sieben Jahre später in einer Bruckners Intentionen vielfach verfälschenden Fassung statt: Der Dirigent hatte das groß dimensionierte Werk um rund 15 Minuten gekürzt, die Partitur zugleich aber in bester Opernmanier um ein Fernorchester bereichert. Da Schalk seine Version 1896 […]






