The Banshees of Inisherin

Colm, der Musiker, will von einem Tag auf den anderen nicht mehr mit seinem Freund sprechen: Bauer Pádraic. „Der Film handelt von einer Trennung. Die wahrhaftige, traurige Geschichte einer Trennung von zwei Freunden zu erzählen, war der Anfangspunkt“, sagt Regisseur Martin McDonagh. Die Insel Inisherin 1923. Colm kündigt die Freundschaft, aber Pádraic versteht die Botschaft nicht. „Jedes Mal, wenn du mich störst, von diesen Tag an, will ich diese Schere nehmen und einen meiner Finger abschneiden und werde dir diesen Finger geben, bis ich keinen Finger mehr übrig habe“, droht Colm. „Macht das die Dinge klarer für dich?“ – „Nein, nicht wirklich.“ „Es hat etwas Ehrenhaftes zu sagen: Ich werde diese furchtbare Sache machen, wenn du mich nicht in Ruhe lässt“, sagt Martin McDonagh. „Ich verstehe das. Es ist verrückt, aber ich habe auch Züge davon.“

von |Januar 7th, 2023|Allgemein, Kino|Kommentare deaktiviert für The Banshees of Inisherin|

Konzert in Johannes: Rheinberger Stabat mater

von |April 15th, 2022|Konzert|Kommentare deaktiviert für Konzert in Johannes: Rheinberger Stabat mater|

Daniel Harding dirigiert Berlioz’ »Roméo et Juliette«

Daniel Harding dirigiert Berlioz’ »Roméo et Juliette«

Obwohl die Liebe das alles überstrahlende Thema in Romeo und Julia ist, gibt es hier noch viele weitere emotionale Zustände zu erleben: schönste Feststimmung, der Hass einer Familienfehde und natürlich Trauer und Entsetzen angesichts eines tragischen Doppelselbstmords. All das hat Hector Berlioz in seiner zwischen Symphonie und Kantate angesiedelte Version eingefangen: dramatisch, opulent, einfallsreich. Dirigent dieser Aufführung ist Daniel Harding, der sich seit Jahren für das Werk engagiert.

Berliner Philharmoniker Daniel Harding Dirigent Kate Lindsey Mezzosopran Andrew Staples Tenor Shenyang Bassbariton Rundfunkchor Berlin Gijs Leenaars Chor-Einstudierung Hector Berlioz Roméo et Juliette, Dramatische Symphonie op. 17 William Shakespeare, Émile Deschamps

»Beethoven konnte nur in Berlioz wieder aufleben; und ich, der ich Ihre göttlichen Kompositionen genossen habe […] halte es für meine Pflicht, Sie zu bitten, als Zeichen meiner Ehrerbietung 20.000 Francs annehmen zu wollen.« Kein Geringerer als der von Zeitgenossen oft als knauserig beschriebene Violinvirtuose Niccolò Paganini richtete 1838 diese Zeilen an Hector Berlioz. Der fühlte sich geehrt, freute sich als jemand, der seinerzeit notorisch pleite war, vor allem aber über die erkleckliche finanzielle Zuwendung. »Nach Bezahlung meiner Schulden war ich noch im Besitz einer sehr schönen Summe, und ich dachte nur daran, sie für musikalische Zwecke zu verwenden«, berichtete der Komponist in späteren Jahren. »Nach ziemlich langem Zögern entschied ich mich für eine Symphonie mit Chor [und] Gesangssoli.«

Damit war die Idee zu Roméo et Juliette geboren. Sieben Monate arbeitete Berlioz nach eigener Aussage an dem von Shakespeares Tragödie inspirierten Werk, das er nach Abschluss der Partitur als »Symphonie dramatique« bezeichnete. Tatsächlich stellt die Komposition keine Kantate oder konzertante Oper dar, sondern wird von Berlioz in die Tradition von Beethovens Neunter Symphonie eingereiht: als zyklische Instrumentalkomposition, die durch die Verwendung von Vokalstimmen die […]

von |September 12th, 2019|Allgemein, Konzert|Kommentare deaktiviert für Daniel Harding dirigiert Berlioz’ »Roméo et Juliette«|

Georg Nigl & Olga Pashchenko Liederabend

Konzertprogramm
Franz Schubert (1797 – 1828)
Die Taubenpost – Die Forelle – Der Wanderer an den Mond – Das Zügenglöcklein – Im Freien – Die Sommernacht – Abendstern – Fischerweise (1816 bis 1828)

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
An die ferne Geliebte op.98 (1816)

Wolfgang Rihm (*1952)
Vermischter Traum
Gryhius-Stück für Bariton und Klavier (2017)
Kompositionsauftrag der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Uraufführung

Franz Schubert Der Winterabend – Die Sterne – An die Musik – Abschied (1816 – 1828)

Besetzung Georg Nigl Bariton Olga Pashchenko Klavier

Zum Gesang bewahrte sich Wolfgang Rihm ein unmittelbares, ungebrochenes Verhältnis. Auch dort, wo menschliche Stimmen nicht beteiligt sind, habe er es gern, „wenn es singt“. Vokalwerke vom Lied über Chorstücke und oratorische Werke bis zu den großen Opern nehmen in seinem Œuvre einen stolzen Raum ein. Den Liederzyklus „Vermischter Traum“, ein Kompositionsauftrag der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und Georg Nigl gewidmet, schrieb Rihm als erstes Werk nach schwerer Krankheit, wohl noch ehe die Geduldsprobe der Rekonvaleszenz ganz überstanden war. Er wählte Verse von Andreas Gryphius, dem Barockdichter, der im Zeichen einer Katastrophe, des Dreißigjährigen Kriegs, dichtete. Er nahm sie als Aufforderung, Fragen zu stellen und sich zu konzentrieren – auf das Wesentliche, wirklich Bewegende, ob er dies nun im Himmel, auf Erden oder am Abgrund fand.

In Rihms Liedern führen Worte und Musik stets einen Dialog, befragen, bezweifeln, tragen sich und korrespondieren wie zwei, die sich etwas zu singen und zu sagen haben. Georg Nigl und Olga Pashchenko umgeben das neue Werk mit Beethovens avanciertestem Liederzyklus, in dem man auch ein Selbstbekenntnis sah, und mit Liedern von Franz Schubert, die hinausblicken – dorthin, wo die Enge der Verhältnisse ihre Kraft verliert.

von |September 9th, 2019|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Georg Nigl & Olga Pashchenko Liederabend|

Schönberg: Hängende Gärten (Konzert mit Hans und Maike Schnoor)

von |Januar 13th, 2019|Kultur|Kommentare deaktiviert für Schönberg: Hängende Gärten (Konzert mit Hans und Maike Schnoor)|
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    Uraufführung „Requiem pour L.“ in den Berliner Festspielen

Uraufführung „Requiem pour L.“ in den Berliner Festspielen

Musik FABRIZIO CASSOL nach WOLFGANG AMADEUS MOZART
Regie ALAIN PLATEL
Musikalische Leitung RODRIGUEZ VANGAMA
Dramaturgie HILDEGARD DE VUYST
Video SIMON VAN ROMPAY
Kamera NATAN ROSSEEL
Bühne ALAIN PLATEL
Kostüme DORINE DEMUYNCK
Licht CARLO BOURGUIGNON
Klangregie BARTOLD UYTTERSPROT, CARLO THOMPSON

Von und mit
RODRIGUEZ VANGAMA Gitarre, E-Bass
BOULE MPANYA, FREDY MASSAMBA, RUSSELL TSHIEBUA Gesang
NOBULUMKO MNGXEKEZA, OWEN METSILENG, STEPHEN DIAZ / RODRIGO FERREIRA lyrischer Gesang
JOÃO BARRADAS Akkordeon
KOJACK KOSSAKAMVWE E-Gitarre
NIELS VAN HEERTUM Euphonium
BOUTON KALANDA, ERICK NGOYA, SILVA MAKENGO Likembe
MICHEL SEBA Perkussion

Mozarts berühmtes „Requiem“ war zum Zeitpunkt seines Todes 1791 ein Fragment, das später von seinem Schüler ergänzt wurde. Der Komponist Fabrizio Cassol hat für seine neue Produktion mit Alain Platel die originalen Partien freigelegt und gemeinsam mit Musiker*innen aus Afrika und Europa aus Mozarts Komposition eine musikalische Zeremonie entwickelt, die neue Wege im Umgang mit dem Tod eröffnet. So entstand eine neue Art von Totenmesse, die sich zwischen unterschiedlichen Kulturen bewegt, das musikalische Geschehen aber noch stärker zu einer persönlichen Verhandlung zwischen den Menschen macht und so zu einer Art spirituellen und sehr vitalen Begleitmusik der Reise am Ende jedes Lebens wird.

Denn das Stück begleitet konkret und sichtbar eine Frau beim Sterben. Für deren Name und Leben steht der Buchstabe L im Titel dieser Uraufführung. Das „Requiem pour L.“ ist dieser Frau aus Flandern und ihrer letzten und stillen Reise aus diesem Leben hinaus gewidmet. Vierzehn Musiker*innen verschiedener Kontinente verweben dafür die Kompositionen Mozarts mit der Welt der Oper, des Jazz und der populären Musik aus Afrika.

„Requiem pour L.“ ist kein einfaches Theater und es ist sicher auch nicht einfach „nur“ Theater. Platel und Cassol haben eine zeitgenössische Art von Messe für den Tod geschaffen, kein Tanztheater, aber ein sehr vitales und körperliches Musizieren auf dem sprichwörtlichen Gräberfeld. Ihr Requiem ist eine Übung in der Ars moriendi, der Kunst des Sterbens, ohne die es keine Kunst des Lebens gibt.

Cassol und Platel begegnen sich in ihrer Zusammenarbeit meist in einer Art […]

von |Januar 18th, 2018|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Uraufführung „Requiem pour L.“ in den Berliner Festspielen|

Liebeslieder

von |Oktober 14th, 2017|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Liebeslieder|

Konzert Bahrenboim

FRANZ SCHUBERT
Symphonie Nr. 5 B-Dur D 485

FRANZ SCHUBERT
Symphonie Nr. 4 c-moll D 417 «Tragische»

FRANZ SCHUBERT
Symphonie Nr. 6 C-Dur D 589 «Kleine C-Dur»

Aus Anlass des 220. Geburtstags des Komponisten präsentieren die Staatskapelle Berlin und ihr Generalmusikdirektor Daniel Barenboim sämtliche Sinfonien Franz Schuberts. Zwischen dem Erstlingswerk des 16-Jährigen und der späten C-Dur-Sinfonie liegen nur eineinhalb Jahrzehnte – eine Aufführung dieser Werke in der Reihenfolge ihrer Entstehung lässt das Publikum auf einmalige Weise die außergewöhnliche stilistische Entwicklung eines der größten Komponisten der Romantik nachvollziehen. Der Sinfonie-Zyklus wird ergänzt durch Barenboims Solo-Zyklus mit Schuberts Klaviersonaten.

von |Juli 1st, 2017|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Konzert Bahrenboim|

Heldenleben in der Philharmonie

Semyon Bychkov und Gautier Capuçon

Für seine innovative Musik musste Richard Strauss oft ätzende Kritik einstecken. In seiner Tondichtung Ein Heldenleben zeichnet er diese Konflikte nach: bissig, originell, mit opulentem Orchesterklang. Existenzieller noch waren die Kämpfe Dmitri Schostakowitschs in der Stalin-Diktatur. Auch hier gibt es ein Echo in der Musik des Komponisten, unter anderem im Ersten Cellokonzert – hier zu hören mit Gautier Capuçon als Solist. Semyon Bychkov dirigiert.

Berliner Philharmoniker
Semyon Bychkov Dirigent
Gautier Capuçon Violoncello
Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107
Gautier Capuçon Violoncello
Richard Strauss
Ein Heldenleben op. 40

von |Mai 12th, 2017|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Heldenleben in der Philharmonie|

„The Founder“ in der Astor Lounge

von |Mai 6th, 2017|Kino, Kultur|Kommentare deaktiviert für „The Founder“ in der Astor Lounge|