6. Philharmonisches Konzert im Konzerthaus am Schloss

Nach Barcelona entführt uns Lukas Döhlers Neukomposition »superilles«. Gleichzeitig widmen wir dieses Konzert Maurice Ravel und feiern nachträglich seinen 150. Geburtstag. Ravel, dessen Mutter aus dem Baskenland stammte, ließ sich in vielen seiner Werke von dieser Region inspirieren – so auch in seiner »Rapsodie espagnole«, die seine Liebe zur spanischen Musik eindrucksvoll widerspiegelt. Mit seinem impressionistischen, farbenreichen Orchesterklang malt Ravel hier ein musikalisches Bild Spaniens. Der zweite Satz »Malagueña« erinnert an den feurigen Flamenco Andalusiens, während die »Habanera« den aus Kuba stammenden Tanz musikalisch aufgreift. Im mitreißenden Finale »Feria«, entfaltet Ravel schließlich das lebhafte Treiben eines spanischen Volksfestes. Ein weiteres außergewöhnliches Werk ist das Klavierkonzert für die linke Hand, das er für den Pianisten Paul Wittgenstein schrieb. Wittgenstein hatte im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verloren, bewahrte sich jedoch durch unermüdliches Üben seine Virtuosität. Er ließ sich von Komponisten wie Prokofjew, Strauss und Britten Werke für die linke Hand schreiben. Ravels Beitrag zu diesem Repertoire beeindruckt durch seine düstere Tiefe und orchestrale Wucht. Das Klavierkonzert G-Dur ist eine klare Hommage an George Gershwin und den amerikanischen Jazz, den Ravel während seiner USA-Reise in den 1920er Jahren begeistert aufnahm. Den Abschluss bildet das opulente Orchesterwerk »La Valse«. Anklänge an Ballettmusiken und die in Paris gefeierten Russischen Ballette Sergej Djagilews verleihen dem Stück eine mitreißende Dramatik.

von |März 29th, 2026|Allgemein|Kommentare deaktiviert für 6. Philharmonisches Konzert im Konzerthaus am Schloss|

SIMON BOCCANEGRA an der Deutschen Oper 

Oper in einem Prolog und drei AktenText von Francesco Maria Piave, Giuseppe Montanelli und Arrigo Boito nach dem Drama „Simón Bocanegra“ von Antonio García GutiérrezUraufführung der ersten Fassung am 17. März 1857 im Teatro La Fenice VenedigUraufführung der zweiten Fassung am 24. März 1881 im Teatro alla Scala MailandPremiere am 29. Januar 2023 an der Deutschen Oper BerlinFassung von 1881, ergänzt um das Vorspiel der Fassung von 1857

3 Stunden / Eine Pause

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Mit Elisabeth

von |November 7th, 2025|Allgemein|Kommentare deaktiviert für SIMON BOCCANEGRA an der Deutschen Oper |

Jeder stirbt für sich allein am Schauspielhaus Kiel

Otto und Anna Quangel sind ein Berliner Arbeiterehepaar, unauffällige Mitläufer in Hitlers Nazi-Staat. Doch als sie erfahren, dass ihr einziger Sohn an der Westfront gefallen ist, zerbricht in ihnen der letzte Rest an Vertrauen in das NS-Regime. Werkmeister Quangel beginnt, Karten mit Aufrufen gegen Hitler und seinen Krieg zu schreiben, die er gemeinsam mit seiner Frau in den Treppenhäusern von Berliner Häusern ablegt. Das Ehepaar träumt von einer ständig wachsenden Zahl an Gleichgesinnten, die früher oder später zum Sturz des Systems beitragen werden, ahnt aber nicht, dass man bereits ihre Spur verfolgt.

Hans Fallada entnahm den realen Fall einer Gestapo-Akte und schuf mit seinem letzten Roman eine eindringliche Darstellung des Widerstands der kleinen Leute.

Besetzung

Regie Jonathan Heidorn

Bühnenbild Florence Schreiber

Kostüme Annabelle Gotha

Dramaturgie Tristan Benzmüller

Mit

Anna Quangel Yvonne Ruprecht

Otto Quangel Imanuel Humm

Trudel Baumann Rebekka Wurst

Kommissar Escherich / Säugling und weitere Rollen Philipp von Schön-Angerer

Enno Kluge / Kommissar Laub und weitere Rollen Felix Zimmer

Emil Barkhausen / Anwalt Erwin Toll /Kriminalrat Zott und weitere Rollen Marius Borghoff

Obergruppenführer Prall / Persicke / Grigoleit Marko Gebbert

Eva Kluge / Frau Gerich und weitere Rollen Claudia Friebel

Frau Rosenthal / Fräulein Anna Schönlein und weitere Rollen Ellen Dorn

Karl Hergesell / Max Harteisen / Schröder und weitere Rollen Mischa Warken

von |Oktober 2nd, 2025|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Jeder stirbt für sich allein am Schauspielhaus Kiel|

PIQUE DAME an der Deutschen Oper

1. Akt

Hermann, ein Militäringenieur niederen Rangs, verbringt nächtelang am Kartentisch und beobachtet das Spiel, ohne daran teilzuhaben. Von seinen Kameraden Tschekalinskij und Ssurin wird dieses merkwürdige Verhalten skeptisch beäugt. Einzig der hochrangige Tomskij hat ein Ohr für den Außenseiter Hermann, der ihm gesteht, sich in eine Frau verliebt zu haben, deren Namen er nicht kennt. Er erfährt, dass es sich dabei um Lisa handelt, die aus reichem Hause stammt und dem Fürsten Jeletzkij versprochen ist. Lisa lebt bei ihrer Großmutter, einer alten Gräfin, die in ihrer Jugend ein umtriebiges Leben in den Pariser Salons geführt hat. Um sie rankt sich zudem die mysteriöse Geschichte eines Kartengeheimnisses, das allen, die es kennen, den Sieg im Spiel garantiert. Eine geisterhafte Prophezeiung besagt: Nur wer in Leidenschaft entbrennt, könne der Gräfin das Geheimnis entreißen. Als Hermann davon erfährt, wird sein Begehren entfacht, das Geheimnis in Erfahrung zu bringen, wovon er sich unermesslichen Reichtum verspricht und die Möglichkeit, Lisa zu heiraten.

Auch Lisa hegt Gefühle für Hermann, den geheimnisvollen Fremden. Am Abend ihrer Verlobung mit Fürst Jeletzkij wird sie von Polina und ihren anderen Freundinnen gefeiert, doch ihre Stimmung ist trüb. Das Singen und Tanzen nimmt ein jähes Ende in dem Moment, als die Gouvernante hereintritt und im Namen der Gräfin für Ruhe sorgt. Als Lisa schließlich alleine ist und sich zu Bett legen möchte, erscheint in ihrem Schlafzimmer plötzlich Hermann, der ihr in hemmungsloser Leidenschaft entbrannt seine Liebe gesteht. Gerade noch rechtzeitig kann er sich vor der Gräfin verbergen, die vom Lärm aufgeschreckt das Zimmer betritt. Sobald Hermann und Lisa wieder allein sind, gesteht auch sie ihre Zuneigung zu ihm und die beiden fallen sich in die Arme.

2. Akt

Alle sind zu einem festlichen Ball geladen. Jeletzkij bemerkt Lisas […]

von |Juni 21st, 2025|Allgemein|Kommentare deaktiviert für PIQUE DAME an der Deutschen Oper|

TOSCA an der Deutschen Oper

Melodramma in drei AktenLibretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illicanach dem Drama LA TOSCA von Victorien SardouUraufführung am 14. Januar 1900 in RomPremiere an der Deutschen Oper Berlin am 13. April 1969

3 Stunden 15 Minuten / Zwei Pausen

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

von |Juni 15th, 2025|Allgemein|Kommentare deaktiviert für TOSCA an der Deutschen Oper|

ANDREA CHENIER an der Deutschen Oper

Dramma di ambiente storico in vier AktenLibretto von Luigi IllicaUraufführung am 28. März 1896 in MailandPremiere an der Deutschen Oper Berlin am 28. September 1994

2 Stunden 30 Minuten / Eine Pause

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

45 Minuten vor Vorstellungsbeginn: Einführung im Rang-Foyer rechts

von |Mai 30th, 2025|Allgemein|Kommentare deaktiviert für ANDREA CHENIER an der Deutschen Oper|

Neue E-Bikes aus Thüringen

von |Mai 16th, 2025|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Neue E-Bikes aus Thüringen|

ELEKTRA in der Deutschen Oper

Richard Strauss Tragödie in einem AufzugDichtung von Hugo von HofmannsthalUraufführung am 25. Januar 1909 in DresdenPremiere an der Deutschen Oper Berlin am 3. November 2007

1 Stunde 45 Minuten / Keine Pause

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

von |März 29th, 2025|Allgemein|Kommentare deaktiviert für ELEKTRA in der Deutschen Oper|

ARABELLA an der Deutschen Oper

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Arabella

1. Akt

Wien um 1860. Der verarmte Graf Waldner und seine Frau Adelaide haben sich in einem luxuriösen Hotel einquartiert, um ihre Tochter Arabella reich zu verheiraten.

Eine Kartenaufschlägerin, von der sich Adelaide Auskunft über das Gelingen des Planes erhofft, deckt die große Lüge der Familie auf: Zdenka, die zweite Tochter der Waldners, wird der Gesellschaft unter dem Namen „Zdenko“ als Arabellas Bruder präsentiert. 

Die Verkleidung Zdenkas in Männerkleidung soll der Familie Geld sparen, da dadurch nur Arabella mit prunkvollen Kleidern ausstaffiert werden muss, lässt Zdenka aber auch an ihrer eigenen Identität zweifeln: „ich will nie eine Frau werden, so wie du eine bist“.

Unter den vielen Bewerbern, die um Arabellas Hand anhalten, ist auch der Offizier Matteo, den eine spezielle Beziehung mit „Zdenko“ verbindet. Hinter der Freundschaft der beiden verbirgt sich eine heimliche Zuneigung Zdenkas für Matteo.

Während Zdenka mit ihrem Schicksal hadert, sehnt sich Arabella nach einem fremden Mann, den sie auf der Straße gesehen hat. Es ist Mandryka, der Neffe eines alten Militärkameraden Graf Waldners. Ihn hat ein Foto Arabellas, das Waldner an seinen Onkel geschickt hat, nach Wien gelockt. Graf Waldner ist hoch erfreut über den freigiebigen Bewerber und will ihn mit seiner Tochter verkuppeln.

2. Akt

Ein Ball. Arabella und Mandryka begegnen sich unter den Augen der Familie zum ersten Mal. Im Laufe einer langen Nacht lernen sie sich von unterschiedlichen Seiten kennen.

Während Arabella, von der libertinen Fiaker-Milli zur Ballkönigin ausgerufen, sich mehr und mehr von ihrer Rolle als untertänige Frau emanzipiert, entpuppt sich der vermeintliche Traumprinz Mandryka als unsicherer Choleriker.

Als er belauscht, wie Zdenka Matteo einen Zimmerschlüssel zusteckt, um ihn – unter dem Vorwand dort Arabella zu treffen- in ihr Hotelzimmer zu locken, tobt er vor Eifersucht und wird gegen die Fiaker-Milli übergriffig. 

3. Akt

„Zdenko“ und […]

von |März 15th, 2025|Allgemein|Kommentare deaktiviert für ARABELLA an der Deutschen Oper|

Extrem laut und unglaublich nah am Schauspielhaus Kiel

Kiel. Ein bisschen habe sie sich gefühlt wie ein Bildhauer, erzählt Nora Bussenius. „Ich hatte diesen großen Klotz vor mir – und dann sammelt man, was es an Dialogen gibt, was wichtig ist und was verzichtbar. Überlegt, wie man den Text auf die Figuren verteilt. Und wird mit jedem Schritt immer feiner und feiner.“

Die Rede ist von der Bühnenfassung des Romans „Extrem laut und unglaublich nah“ (2005) von Jonathan Safran Foer. Nora Bussenius hat die Geschichte des neunjährigen Oskar, der mit dem Verlust seines Vaters im Terroranschlag von 9/11 und seiner Trauer leben lernen muss, eigens für das Kieler Schauspiel bearbeitet. Und sie hat aus 480 Seiten und einer wildwüchsig durch Zeiten, Orte, Themen mäandernden Erzählung ein Theaterstück destilliert.

In „Extrem laut und unglaublich nah“ geht es um Verlust und Trauer

Dabei ist der Stoff in verschiedenen Fassungen schon länger auf den Bühnen präsent. „Da geht es meist um die Kriminalgeschichte – um den Schlüssel, den Oskar in den Sachen des Vaters findet“, sagt die Regisseurin, die von Köln bis Chemnitz und am Landestheater SH gefragt ist und nun erstmals in Kiel arbeitet. Nur ein Aspekt von vielen, wie sie ergänzt.

„Eigentlich geht es gar nicht um 9/11“, sagt Nora Bussenius. Das US-amerikanische Trauma ist für sie eher Metapher für eine „Art von Verlust oder Schicksal, die sich jederzeit in unser Leben bohren kann – und für die Angst davor“. Wichtig ist der 43-Jährigen auch, dass der tote Vater auf der Bühne erscheint, ebenso wie die Jugendliebe des Großvaters, die im Dresdner Bombenangriff starb. „Die Toten leben ja mit uns – sie sind da“, sagt Bussenius, „und um Oskars Verlust nachzuvollziehen, brauchte es erstmal eine Beziehung.“

Wie ein Bestseller in Kiel auf die Bühne kommt

So kam die Regisseurin schnell auf eine […]

von |Februar 21st, 2025|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Extrem laut und unglaublich nah am Schauspielhaus Kiel|