Von einem der auszog, weil er sich die Miete nicht mehr leisten konnte
Von einem der auszog, weil er sich die Miete nicht mehr leisten konnte
Oper von Dirk von Lowtzow und René Pollesch
Das war sie also, die Geschichte von mir und Dingsda. Es war zu Ende. Das Begehren war weg und merkwürdigerweise auch die Realität. Ich hätte vielleicht erwartet, dass ich den Realitätssinn verliere, so wie früher, wenn deine Worte und Versprechungen und das was dann passierte, nicht mehr in den Rahmen dessen passte, was ich an Vorverständnis für Szenerien mitbringen konnte. Aber diesmal, und es wird unser letztes Mal gewesen sein, war es anders. Das, was ich die wirkliche Welt nenne, die, die wir eben so verstehn können, und auseinandernehmen und auch verbessern, ist in dem Moment kollabiert, und hat sich ganz und gar aufgelöst. Es gibt dich nicht mehr. Ich meine, begehrenstechnisch, und ich frage mich, wie du vor mir verschwinden konntest. Weißt du, zu sagen, dass du für mich gestorben bist, trifft es ja nicht. Damit wischt man ja nur das Problem weg und ignoriert, was da vor einem steht, das elementare phantasmatische Objekt. Weißt du, wenn jemand wie ich, so viele Geschichten zusammengetragen hat, über alle Zustände, in denen ich mit dir war, und diese Geschichten, wenn zwei Leute dann eines Tages in einem Raum stehen, und das alles hat nichts mehr mit ihnen zu tun… Ich muss dann an diesen Film denken, den ich neulich sah. Eine Frau geht auf ein Haus zu, und man hat den Eindruck, dass das Haus den Blick erwidert. So als hätten wir eine Ahnung, dass da jemand zurückguckt, der sich aber nicht zeigt. Und das ist das Entscheidende. Obwohl wir nicht hineingucken können, gibt es diese Tendenz, dass wir dahinter jemanden vermuten. Wir können den Blick […]

