Cello Cinema

Im Programm ‚CelloCinema’ präsentieren Eckart Runge und Jacques Ammon Originalkompositionen und eigene Arrangements aus dem reichen Genre der Filmmusik. Dabei lassen die Künstler große Klassiker wie Chaplin, Morricone oder Hitchcock aufleben und geben auch faszinierende Einblicke in verborgene Winkel der Geschichte des Films. Unterstützt werden sie dabei von dem Pantomime-Duo Bodecker und Neander.
Im Kino sind es vor allem die Bilder, die die Geschichten erzählen, aber erst die Musik verleiht ihnen ihre jeweilige Stimmung und ihren besonderen Ausdruck. Ja, die Musik kann die Bilder sogar, lange nachdem sie verflogen sind, wieder vor unser Auge der Imagination zurück zaubern! So entführen Eckart Runge und Jacques Ammon das Publikum durch den kammermusikalisch-farbigen Dialog von Cello und Klavier in ein ‚Kino der inneren Leinwand’. Zugleich werden ungeahnte Bezüge der Musik zum Film und deren Geschichte dem Publikum näher gebracht, die inhaltlich durch die Moderation des Cellisten unterhaltsam vertieft werden.

von |März 19th, 2015|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Cello Cinema|

Sibelius-Abend mit Simon Rattle und Leonidas Kavakos

Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle Dirigent
Leonidas Kavakos Violine
Jean Sibelius

Symphonie Nr. 3 C-Dur op. 52
Jean Sibelius

Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47

Leonidas Kavakos Violine
Jean Sibelius

Symphonie Nr. 4 a-Moll op. 63

»Strenge, Stil und Logik«
Die Symphonien und das Violinkonzert von Jean Sibelius
Positionsbestimmungen

»Die moderne Symphonie ist ein Tonwerk für volles Orchester, nach den Formumrissen und der inneren Gliederung eine Gattung der Sonate, sie besteht gewöhnlich aus vier Sätzen: Allegro, Andante oder Adagio oder Largo, Menuett oder Scherzo und Allegro oder Final.« So einfach, kurz und bündig diese Definition einer »modernen Symphonie« in Oscar Pauls Handlexikon der Tonkunst (Leipzig 1873) auch scheint, so wenig konnte sie einem »modernen« Komponisten des späten 19. Jahrhunderts als Wegweiser dienen: Wer damals einem »Tonwerk für volles Orchester« den Gattungstitel »Symphonie« gab, musst eine zentnerschwere Last schultern.

Mitte des 18. Jahrhunderts hatte sich die Form der Sinfonia– der italienischen Opern-Ouvertüre – als eigenständiges, dreisätziges Orchesterwerk herausgebildet und war schnell in ganz Europa angenommen worden. Komponisten wie Giovanni Battista Sammartini, Luigi Boccherini und François-Joseph Gossec, die Bach-Söhne und die Köpfe der »Mannheimer Schule« bereiteten ihr den Weg zur überreichen Blütezeit der Wiener Klassik – zu den Symphonien Joseph Haydns und Wolfgang Amadeus Mozarts. Doch bereits 1824 erreichte die Gattung mit Ludwig van Beethovens Neunter einen Punkt, nach dem das Schreiben von Symphonien obsolet, wenn nicht unmöglich geworden zu sein schien. »Die Symphoniker seit Beethoven haben die Form nicht mehr weiter zu entwickeln vermocht«, stellt 1894 Hugo Riemanns Musik-Lexikon in seiner 4. Auflage fest; »nichtsdestoweniger würde es ein arger Fehlschuß [sic!] sein, wollte man sie als ausgelebt ansehen; die Symphonien von Schumann, Brahms, Raff, Anton Rubinstein beweisen, daß sie noch zur Füllung mit immer neuem Inhalt tauglich ist.« Weniger optimistisch äußert sich 1889 Sir George Grove in […]

von |Januar 28th, 2015|Allgemein, Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Sibelius-Abend mit Simon Rattle und Leonidas Kavakos|

Das etwas andere Neujahrs-Konzert

MozART-Group – Die verrückte Klassik-Show
Das brandneue Programm:
„Wir ziehen neue Saiten auf!“

Filip Jaślar Violine
Michał Sikorski Violine
Paweł Kowaluk Viola
Boles.aw Błaszczyk Violoncello

Lieben Sie Salut Salon, Joja Wendt, Bodo Wartke und Hans Liberg, oder sind Fan von Blechschaden? Wenn ja, dann werden Sie die Mozart Group lieben. Die vier befrackten Herren sind davon überzeugt, dass klassische Musik so richtig Spaß machen kann, ja machen muss. Die Streicher-Solisten sind nicht nur absolute Könner auf ihren Instrumenten, sondern auch Virtuosen des Humors und der musikalischen Unterhaltung. Mit ihren brillanten musikalischen Darbietungen gepaart mit wunderbar komischen Slapstick-Einlagen produziert die Mozart Group bei jedem Publikum ganz schnell Lachsalven in Serie und lässt die Augen vor Freudentränen glänzen. Über sich selbst sagen die Musiker: „Wir trotzen dem Ernst der Konzertsäle, dem grauen Musikeralltag, aber auch Rock-, Rap- und Popfans, die vor der Klassik flüchten. Dabei behandeln wir unsere Mutter Musik mit Witz und Ironie und sind sicher, dass sie uns das nicht übelnimmt.“ In Frankreich und Polen, in den USA und Japan sind sie schon Superstars, jetzt erobern sie auch Deutschland.

von |Januar 6th, 2015|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Das etwas andere Neujahrs-Konzert|

Voces8 Eventide im Radialsystem

Das britische Vokalensemble Voces8 ist ein sehr erfolgreichstes Vocal-Ensemble aus England (very british) mit zwei Sängerinnen und sechs Sängern und einem Repertoire von mittelalterlicher Kirchenmusik bis zu Jazz- und Poparrangements.

Mir haben besonders die langsamen Stücke von Alexander Levine und Tallis gefallen. Es war schon sehr beeindruckend, aber so ganz sicher war ich mir nicht, ob dieser Mix, der natürlich auch ein Markenzeichen darstellt, so richtig gut zusammenpasst. Dennoch ein wirklich schöner Abend.

Thomas Weelkes (1576-1623): Alleluia, I Heard a Voice
Hieronymus Praetorius (1560-1629): Magnificat Quinti Toni
Duke Ellington (1899-1974), arr. Ben Parry: It Don’t Mean a Thing
Al Jolson (1886-1950), arr. Jim Clements: Me and My Shadow
Thomas Tallis (1505-1585): Te Lucis Ante Terminum (Festal Chant)
Franz Biebl (1906-2001): Ave Maria
Sergei Rachmaninov (1873-1943): Bogoroditsye Dyevo
Thomas Tallis (1505-1585), arr. Christian Forshaw: Te Lucis Ante Terminum (Ferial Chant)
Giovanni Gabrieli (1554-1612): Jubilate Deo
Trad., arr. David Blackwell: Steal Away
Thomas Morley (1557/8-1602): Fire! Fire!
Pierre Passereau (ca. 1490-1547): Il est Bel et Bon
Alexander Levine (*1955): Songs Sancti Augustini (1. Noli Abscondere a me Facem Tuam – 2. Quid est Ergo), Deutsche Erstaufführung
Simon and Garfunkel, arr. Voces8: 59th Street Bridge Song
Mumford & Sons, arr. Jim Clements: Timshel
Marvin Hamlisch (1944-2012) / Carol Bayer Sager (*1947), arr. Jim Clements: Nobody Does it Better
George Gershwin (1898-1937), arr. Jim Clements: Slap that Bass

von |Februar 15th, 2014|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Voces8 Eventide im Radialsystem|

Mozart und Schostakowitsch in der Philharmonie

Niemand, der die Altersgrenze von sechs Jahren überschritten hat, kann ohne Zuhilfenahme von Stimmungsaufhellern so frohgemut in die Welt gucken und gehen wie Menahem Pressler. Als der Pianist am Freitagabend − mit eben diesem Blick und Gang − den Saal der Philharmonie betrat, wurde die Winternacht zum Sommertag, und schon der Auftrittsapplaus des Publikums dauerte so lange wie bei manchen Künstlern der Schlussapplaus. Einige Gäste erhoben sich sogar von ihren Plätzen. Das war dem Anlass durchaus angemessen, denn Pressler − mehr als ein halbes Jahrhundert lang der Pianist des Beaux Arts Trios, ein Kammermusiker, den die größten Virtuosen seiner Zunft bewundert haben − gab bei den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Semjon Bytschkow sein Debüt als Solist. Am 16. Dezember ist er neunzig Jahre alt geworden (Berliner Zeitung).

BERLINER PHILHARMONIKER
SEMYON BYCHKOV Dirigent
MENAHEM PRESSLER Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester G-Dur KV 453

Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 11 g-Moll op. 103 »Das Jahr 1905«

Menahem Pressler wurde 1923 in Magdeburg geboren und emigrierte 1939 nach Israel, wo er u. a. bei Eliahu Rudiakov und Leo Kestenberg Klavier studierte. Nachdem er beim Internationalen Debussy-Wettbewerb in San Francisco 1946 mit dem 1. Preis ausgezeichnet worden war, folgte sein Amerika-Debüt beim Philadelphia Orchestra (Dirigent: Eugene Ormandy). Zahlreiche Auftritte bei international bedeutenden Orchestern in den USA und in Europa schlossen sich an. Menahem Pressler verfolgte bereits fast 10 Jahre lang eine erfolgreiche Solo-Laufbahn, als er seine beispiellose Karriere als Kammermusiker begann: Als Gründungsmitglied des Beaux Arts Trios, mit dem er 1955 beim Berkshire Music Festival debütierte, war der Künstler für 55 Jahre lang als einziger Pianist verbunden; das legendäre Klaviertrio, dem zuletzt auch Daniel Hope (Violine) und Antonio Meneses angehörten, existierte bis 2008. Neben seinen Konzerten mit dem Beaux Arts Trios […]

von |Januar 12th, 2014|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Mozart und Schostakowitsch in der Philharmonie|

Philharmonie Pēteris Vasks

Ein Weihnachtskonzert ohne Weihnachtsmusik. Aber sehr nordisch mit Fokus auf Lettland und Brahms. Im Programmheft wurde auf die nordeuropäische Stammesgeschichte und das grüblerische und Spröde des nordischen Menschenschlags verwiesen.

Die Musik war wie wir auch natürlich in keiner Weise spröde oder depressiv. Beeindruckend besonders das  Cantabile für Streicher (1979) von Pēteris Vasks, der  1946 im lettischen Aizpute geboren wurde. Das Stück hatte aleatorische Abschnitte, in denen die Musiker tun dürfen, was ihnen beliebt – es klang ganz schwingend und lichterfüllt – sehr weihnachtlich. Vasks wollte nach eigenen Worten zum Ausdruck bringen, »wie schön und harmonisch die Welt ist«, das ist ihm gelungen.

Die dem folgende lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča konnte ziemlich hoch singen und wollte wohl das  auch hauptsächlich zum Ausdruck bringen. Die Musik eines unbekannten lettischen Komponisten, die sie betont empathisch vortrug, konnte mehr Bettina als mich begeistern und den abschliessenden Brahms fanden wir beide streckenweise etwas langweilig. 

von |Dezember 21st, 2013|Konzert, Kultur|0 Kommentare|

Konzert in der Philharmonie

SIR SIMON RATTLE Dirigent
BERLINER PHILHARMONIKER
Pierre Boulez
Notations I, VII, IV, III und II

Anton Bruckner
Symphonie Nr. 7 E-Dur

 
 

von |März 31st, 2013|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Konzert in der Philharmonie|