Daniel Harding dirigiert Berlioz’ »Roméo et Juliette«
Daniel Harding dirigiert Berlioz’ »Roméo et Juliette«
Obwohl die Liebe das alles überstrahlende Thema in Romeo und Julia ist, gibt es hier noch viele weitere emotionale Zustände zu erleben: schönste Feststimmung, der Hass einer Familienfehde und natürlich Trauer und Entsetzen angesichts eines tragischen Doppelselbstmords. All das hat Hector Berlioz in seiner zwischen Symphonie und Kantate angesiedelte Version eingefangen: dramatisch, opulent, einfallsreich. Dirigent dieser Aufführung ist Daniel Harding, der sich seit Jahren für das Werk engagiert.
Berliner Philharmoniker Daniel Harding Dirigent Kate Lindsey Mezzosopran Andrew Staples Tenor Shenyang Bassbariton Rundfunkchor Berlin Gijs Leenaars Chor-Einstudierung Hector Berlioz Roméo et Juliette, Dramatische Symphonie op. 17 William Shakespeare, Émile Deschamps
»Beethoven konnte nur in Berlioz wieder aufleben; und ich, der ich Ihre göttlichen Kompositionen genossen habe […] halte es für meine Pflicht, Sie zu bitten, als Zeichen meiner Ehrerbietung 20.000 Francs annehmen zu wollen.« Kein Geringerer als der von Zeitgenossen oft als knauserig beschriebene Violinvirtuose Niccolò Paganini richtete 1838 diese Zeilen an Hector Berlioz. Der fühlte sich geehrt, freute sich als jemand, der seinerzeit notorisch pleite war, vor allem aber über die erkleckliche finanzielle Zuwendung. »Nach Bezahlung meiner Schulden war ich noch im Besitz einer sehr schönen Summe, und ich dachte nur daran, sie für musikalische Zwecke zu verwenden«, berichtete der Komponist in späteren Jahren. »Nach ziemlich langem Zögern entschied ich mich für eine Symphonie mit Chor [und] Gesangssoli.«
Damit war die Idee zu Roméo et Juliette geboren. Sieben Monate arbeitete Berlioz nach eigener Aussage an dem von Shakespeares Tragödie inspirierten Werk, das er nach Abschluss der Partitur als »Symphonie dramatique« bezeichnete. Tatsächlich stellt die Komposition keine Kantate oder konzertante Oper dar, sondern wird von Berlioz in die Tradition von Beethovens Neunter Symphonie eingereiht: als zyklische Instrumentalkomposition, die durch die Verwendung von Vokalstimmen die […]
Georg Nigl & Olga Pashchenko Liederabend
Konzertprogramm
Franz Schubert (1797 – 1828)
Die Taubenpost – Die Forelle – Der Wanderer an den Mond – Das Zügenglöcklein – Im Freien – Die Sommernacht – Abendstern – Fischerweise (1816 bis 1828)
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
An die ferne Geliebte op.98 (1816)
Wolfgang Rihm (*1952)
Vermischter Traum
Gryhius-Stück für Bariton und Klavier (2017)
Kompositionsauftrag der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Uraufführung
Franz Schubert Der Winterabend – Die Sterne – An die Musik – Abschied (1816 – 1828)
Besetzung Georg Nigl Bariton Olga Pashchenko Klavier
Zum Gesang bewahrte sich Wolfgang Rihm ein unmittelbares, ungebrochenes Verhältnis. Auch dort, wo menschliche Stimmen nicht beteiligt sind, habe er es gern, „wenn es singt“. Vokalwerke vom Lied über Chorstücke und oratorische Werke bis zu den großen Opern nehmen in seinem Œuvre einen stolzen Raum ein. Den Liederzyklus „Vermischter Traum“, ein Kompositionsauftrag der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin und Georg Nigl gewidmet, schrieb Rihm als erstes Werk nach schwerer Krankheit, wohl noch ehe die Geduldsprobe der Rekonvaleszenz ganz überstanden war. Er wählte Verse von Andreas Gryphius, dem Barockdichter, der im Zeichen einer Katastrophe, des Dreißigjährigen Kriegs, dichtete. Er nahm sie als Aufforderung, Fragen zu stellen und sich zu konzentrieren – auf das Wesentliche, wirklich Bewegende, ob er dies nun im Himmel, auf Erden oder am Abgrund fand.
In Rihms Liedern führen Worte und Musik stets einen Dialog, befragen, bezweifeln, tragen sich und korrespondieren wie zwei, die sich etwas zu singen und zu sagen haben. Georg Nigl und Olga Pashchenko umgeben das neue Werk mit Beethovens avanciertestem Liederzyklus, in dem man auch ein Selbstbekenntnis sah, und mit Liedern von Franz Schubert, die hinausblicken – dorthin, wo die Enge der Verhältnisse ihre Kraft verliert.
Capella in Kiel
29.5. bis 2.6.
Philharmonie Anne-Sophie Mutter
Gastveranstaltung
Anne-Sophie Mutter Violine
Kammerorchester Wien-Berlin
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 D-Dur KV 211
Anne-Sophie Mutter Violine
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 G-Dur KV 216
Anne-Sophie Mutter Violine
Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Es-Dur KV 16
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur KV 219
Anne-Sophie Mutter Violine
Bernard Haitink dirigiert Mozart und Bruckner
Mit seiner Siebten Symphonie gelang Anton Bruckner nach vielen Misserfolgen endlich ein Triumph. Ob in New York, London oder Amsterdam: Überall wollte man das bis heute populärste Werk des Komponisten mit seinem ergreifenden Adagio-Satz hören. In dieser Aufführung ist mit Bernard Haitink eine der großen Bruckner-Autoritäten zu erleben. In Mozarts introvertierten, melancholischem Klavierkonzert Nr. 27 debütiert darüber hinaus Paul Lewis als Solist bei den Berliner Philharmonikern.
Berliner Philharmoniker
Bernard Haitink Dirigent
Paul Lewis Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595
Paul Lewis Klavier
Anton Bruckner
Symphonie Nr. 7 E-Dur



