Eifel

von |April 13th, 2023|Reisen, Weit Weg|Kommentare deaktiviert für Eifel|

Seehofstrasse

von |März 25th, 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Seehofstrasse|

La forza del destino an der Deutschen Oper

von |März 25th, 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für La forza del destino an der Deutschen Oper|

DAS WUNDER DER HELIANE an der Deutschen Oper

von |März 5th, 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für DAS WUNDER DER HELIANE an der Deutschen Oper|

Antichrist in der Deutschen Oper

Oper in zwei AktenDeutsche Übersetzung von Inger und Walther Methlagl, für die kritische Edition überarbeitet von Monika WesemannRevidierte Fassung, BVN 192 [1930]Szenische Uraufführung am 2. Mai 1999 am Tiroler Landestheater in InnsbruckPremiere an der Deutschen Oper Berlin am 30. Januar 2022

Prolog

Die Menschheit ist verkommen und vom Glauben abgefallen. Luzifer beschwört den Antichrist aus dem Abgrund herauf. Er verleiht ihm in Form verschiedener Allegorien eine irdische Existenz. Gottes Stimme duldet die Präsenz des Antichrist. Er soll sich zeitweilig den Menschen offenbaren.

1. Akt

1. Bild: Das Unwegsamkeitslicht

Die Rätselstimmung und ihr Echo beschwören die Unsicherheit und Verwirrung der Menschen. Die Dekadenz der vom Glauben abgefallenen Gesellschaft spiegelt sich in der Erwartung einer ungewissen Zukunft, die mit Freude, aber auch mit Angst erwartet wird.

2. Bild: Die Hoffart

Der Mund, der große Worte spricht, ruft zu einem größenwahnsinnigen Lebensstil auf, der von Oberflächlichkeit, Materialismus und Egozentrik gekennzeichnet ist.

3. Bild: Die Hoffnungslosigkeit

Der Missmut verbreitet Pessimismus und Bitterkeit. Für ihn gibt es nur Leid und Qualen. Das Leben ist vollkommen nutzlos geworden.

2. Akt

4. Bild: Die Begierde

Die gro.e Hure führt die ausartende aber auch genussreiche Lebenswirklichkeit vor. Das Tier in Scharlach stimmt als ihr Begleiter in die Lobpreisung des irdischen Genusslebens ein und propagiert, dass der Mensch nur noch seinen Trieben folgen solle, um sich selbst endgültig zu befreien.

5. Bild: Streit aller gegen alle

Es herrscht Anarchie. Die Hure und die Lüge streiten darüber, wer von ihnen seine Machtansprüche gegenüber der Welt und den Menschen geltend machen kann. Aus diesem Konflikt heraus erw.chst der Hass, der ungezügelt um sich greift. Die Sterne beginnen zu fallen – das Jüngste Gericht steht bevor.

6. Bild: Die Verdammnis

Luzifer schwingt sich dazu auf, Gott für tot zu erklären und beginnt, die Lebenden und die Toten zu richten. Gottes Stimme vernichtet […]

von |Februar 25th, 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Antichrist in der Deutschen Oper|

ANTIKRIST an der Deutschen Oper

Langgaards Hintergrund

Zuerst etwas über den Hintergrund des Komponisten, genauer gesagt seinen geistigen Hintergrund. Es ist ein sehr wichtiges Thema, nicht zuletzt in Bezug auf die Oper ANTIKRIST. Rued Langgaard wurde 1893 in Kopenhagen geboren in eine Familie, in der künstlerische und religiöse Fragen einen wichtigen Stellenwert hatten.  Die zentrale Figur war der Vater und Pianist Siegfried Langgaard. Er unterrichtete über dreißig Jahre lang am Konservatorium von Kopenhagen. Doch er war auch Musikphilosoph. Er entwickelte unter der Überschrift „Die Mission der Musik“ eine ganz eigene Philosophie. Vater Langgaard interessierte sich sehr für die Theosophie, vor allem für die Gedanken von Jakob Böhme. Ich weiß nicht, wie bekannt Böhme heute noch in Deutschland ist, er war ein deutscher lutherscher Mystiker aus der Zeit um 1600. Die Theosophie ist eine undogmatische Form des Christentums, in der unter anderem eigene, persönliche Erlebnisse eine entscheidende Rolle spielen.

„Die Mission der Musik“ ist einer Art Kunstreligion. In Kürze läuft es darauf hinaus, dass die Musik ein göttliches Erkenntnismittel ist. Durch die Musik erahnt man eine höhere, geistige Welt. Die Musik ist Träger von Botschaften und kann geistige Botschaften vermitteln.  

Etwas anders ausgedrückt kann man sagen, dass Langgaard Vater und Sohn der Auffassung waren, dass das musikalische Erlebnis, der Eindruck, den die Musik auf den Zuhörer zu machen vermag, in Wirklichkeit ein religiöses Erlebnis ist. Das Göttliche öffnet sich durch das Musikerleben. Den Zusammenhang kann man nicht erklären, doch die Wirkung der Musik kennen wir alle. Keine andere Kunstart kann wie die Musik in unserer Seele eine religiöse Saite rühren. Dieser Auffassung war in der Romantik durchaus üblich. Aber die Ideen kamen wieder im Symbolismus, der um 1900 in Dänemark eine prominente literarische Richtung war.

Die Musik erfüllt also ihre Mission als Instrument […]

von |Februar 24th, 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für ANTIKRIST an der Deutschen Oper|

SIMON BOCCANEGRA an der Deutschen Oper

Oper in einem Prolog und drei AktenText von Francesco Maria Piave, Giuseppe Montanelli und Arrigo Boito nach dem Drama „Simón Bocanegra“ von Antonio García GutiérrezUraufführung der ersten Fassung am 17. März 1857 im Teatro La Fenice VenedigUraufführung der zweiten Fassung am 24. März 1881 im Teatro alla Scala MailandPremiere am 29. Januar 2023 an der Deutschen Oper BerlinFassung von 1881, ergänzt um das Vorspiel der Fassung von 1857

3 Stunden / Eine Pause

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

von |Februar 1st, 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für SIMON BOCCANEGRA an der Deutschen Oper|

DON GIOVANNI an der Deutschen Oper

Erster Teil – Die Ohnmacht der Freiheit

Aus dem Dunkel kommend – Don Giovanni. Viele Gesichter hat der „Verführer aller Verführer“ mit den Jahren bekommen! Wer aber ist er wirklich?

7. Das Donna-Anna-Syndrom

So will es die Story: Don Giovanni tötet den Vater seiner Geliebten Donna Anna. Wie oft hat er das schon getan! Neben der Leiche lässt er eine rätselhafte Karte zurück. Der Countdown läuft … Donna Anna verschweigt ihrem Bräutigam, Don Ottavio, ihr Verhältnis mit Don Giovanni. An der Leiche ihres Vaters schwört sie Vergeltung. Rache heißt fortan das Mantra ihres schlechten Gewissens.

6. Der Donna-Elvira-Komplex

So sieht es das Libretto vor: Donna Elvira, eine „abgelegte“ Geliebte, stellt Don Giovanni zur Rede. Leporello, sein Diener, führt ihr vor Augen, wie unbedeutend ihr persönlicher Schmerz ist, gemessen an der Unzahl gebrochener Herzen, die Don Giovannis Lebensweg pflastern. Eine geheimnisvolle Karte ist auch für Donna Elvira bestimmt …

5. Die Zerlina-Situation

So bestimmt es die Dramaturgie: Hochzeit von Zerlina und Masetto. Vor Augen Donna Elviras und des Bräutigams verführt Don Giovanni – sein Image verlangt es – die Braut. Und spielt eine weitere seiner merkwürdigen Karten aus … In Donna Elvira und Masetto finden Donna Anna und Don Ottavio Verbündete für ihre Rache an Don Giovanni. Zerlina soll der Lockvogel sein. Die Freiheit feiert ihr Fest. In Verkleidung verschaffen sich die Rächer Zutritt und stellen Don Giovanni. Bereitwillig beugt er sein Haupt unter das Schwert, das Don Ottavio gegen ihn erhebt. Nun ist alles zu Ende! Lange hat er auf diesen Augenblick gewartet. Doch Hoffnung ist ein Witz ohne Pointe. Das Chaos, sein Weggefährte seit Jahrhunderten, schlägt über ihm zusammen.

Zweiter Teil – Die letzte Versuchung

4. Innocentia

Der Morgen danach. Ein Mädchen. Tote Menschen wiegen schwerer als gebrochene Herzen. Drei Karten sind noch […]

von |Januar 20th, 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für DON GIOVANNI an der Deutschen Oper|

OCEANE an der Deutschen Oper

Der Tag ging, ein anderer kam, Oceane war fort.“ So lapidar lässt Theodor Fontane seine geheimnisvolle Titelfigur aus dem Leben verschwinden. In seinem Romanfragment Oceane von Parceval (1882) hat der Dichter abermals eine rätselhafte, moderne Melusinengestalt ins Zentrum gestellt. Bis hin zum Alterswerk Der Stechlin wird Fontanes Werk von solchen jungen Frauen durchzogen, die durch ihre Extravaganz und Naturhaftigkeit gleichermaßen faszinieren wie provozieren.

Detlev Glanert, ein passionierter Leser und Literaturkenner, ist diesem Fontane-Text vor vielen Jahren begegnet. Seitdem hat sich der Stoff in ihm zur Oper angereichert. Mit Hans-Ulrich Treichel, der bereits das Libretto zu CALIGULA schuf, konzipierte Glanert ein Szenario, das die Leer- und Bruchstellen in Fontanes Entwurf in Klang verwandelt. Die Gesellschaftskonventionen seiner Zeit hat der Romancier des bürgerlichen Realismus in geschliffenen Dialogen gezeichnet. Konversation ersetzt bei Fontane, dessen 200. Geburtstag 2019 in Brandenburg und Berlin groß gefeiert wird, die explizite Handlung. So galt es, Oceane von Parceval zu dramatisieren, Charaktere und Situationen zuzuspitzen: In einem Badeort zur Kaiserzeit trifft die junge Oceane von Parceval mit ihrer Gesellschafterin Kristina ein. Sie irritiert die Hotelgäste durch ihr ungezwungenes Benehmen. Der junge Gutsbesitzer Martin von Dircksen sieht in der enigmatischen Schönen seine zukünftige Gattin. Aber vor allem Pastor Baltzer führt das Wort gegen diese Frau, die sich so selbstbewusst außerhalb der Konvention stellt. Dennoch sucht sie verzweifelt ihren Platz in dieser Gesellschaft. Martins Liebe scheint eine Möglichkeit aufzuzeigen, aber Oceanes Bindung an das Elementare ist stärker. Sie geht zurück ins Meer, aus dem sie kam.

Oceane eine Projektionsfigur männlicher Weiblichkeitsfantasien

Als Melusine, Rusalka oder Undine fand das nymphenhafte Naturwesen in der Kunst zahlreiche Darstellungen. Wie ihre Schwestern scheint Oceane eine Projektionsfigur männlicher Weiblichkeitsfantasien, doch sie gewinnt ihre tragische Dimension aus der Erkenntnis, dass sie ihren Wunsch nach Liebe und Nähe zu den Menschen […]

von |Januar 13th, 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für OCEANE an der Deutschen Oper|

The Banshees of Inisherin

Colm, der Musiker, will von einem Tag auf den anderen nicht mehr mit seinem Freund sprechen: Bauer Pádraic. „Der Film handelt von einer Trennung. Die wahrhaftige, traurige Geschichte einer Trennung von zwei Freunden zu erzählen, war der Anfangspunkt“, sagt Regisseur Martin McDonagh. Die Insel Inisherin 1923. Colm kündigt die Freundschaft, aber Pádraic versteht die Botschaft nicht. „Jedes Mal, wenn du mich störst, von diesen Tag an, will ich diese Schere nehmen und einen meiner Finger abschneiden und werde dir diesen Finger geben, bis ich keinen Finger mehr übrig habe“, droht Colm. „Macht das die Dinge klarer für dich?“ – „Nein, nicht wirklich.“ „Es hat etwas Ehrenhaftes zu sagen: Ich werde diese furchtbare Sache machen, wenn du mich nicht in Ruhe lässt“, sagt Martin McDonagh. „Ich verstehe das. Es ist verrückt, aber ich habe auch Züge davon.“

von |Januar 7th, 2023|Allgemein, Kino|Kommentare deaktiviert für The Banshees of Inisherin|