Lutz Uharek

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Der zerbrochene Krug im DT

Wenn ihr selbst, Dorfrichter Adam, den Krug zerschlagen hättet, könntet ihr nicht eifriger allen Verdacht von Euch auf jenen jungen Mann hinwälzen als jetzt. – Wie wahr die Aussage des strengen Gerichtsrats Walter tatsächlich ist, weiß nur der angesehene Dorfrichter Adam selbst. Schließlich war er es, der versucht hat, sich die Jungfer Eve gefügig zu machen, um dann auf der Flucht vor dem gehörnten Verlobten den Krug zu zerbrechen. Jetzt ist Gerichtstag und vor ihm stehen eine aufgebrachte Frau Marthe Rull mit dem zerbrochenen Krug und Tochter Eve und deren Verlobter Ruprecht mit seinem Vater. Marthe beschuldigt Ruprecht ihn vermeintlich spätabends „in flagranti“ bei ihrer Tochter Eve im Zimmer überrascht zu haben, wobei der wertvolle Krug zerbrochen ist. Täter und Richter zugleich, redet und richtet sich Adam wegen Eve um Kopf und Kragen…

Regie: Peter Stein
Bühne: Ferdinand Wögerbauer
Kostüme: Anna Maria Heinreich
Musik: Arturo Annecchino
Dramaturgie: Anika Bárdos, Viktoria Göke

Mit: Martin Seifert (Walter, Gerichtsrat), Klaus Maria Brandauer (Adam, Dorfrichter), Michael Rotschopf (Licht, Schreiber), Tina Engel (Frau Marthe Rull), Katharina Susewind (Eve, ihre Tochter), Detlef Lutz (Veit Tümpel, ein Bauer), Roman Kanonik (Ruprecht, sein Sohn), Ilse Ritter (Frau Brigitte), Stephan Schäfer (Ein Bedienter), Michael Kinkel (Büttel), Larissa Fuchs (Liese, erste Magd), Antonia Bill (Margarete, zweite Magd), Karla Sengteller (Doppelbesetzung Liese, erste Magd)

von |Februar 22nd, 2015|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Der zerbrochene Krug im DT|

Sibelius-Abend mit Simon Rattle und Leonidas Kavakos

Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle Dirigent
Leonidas Kavakos Violine
Jean Sibelius

Symphonie Nr. 3 C-Dur op. 52
Jean Sibelius

Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47

Leonidas Kavakos Violine
Jean Sibelius

Symphonie Nr. 4 a-Moll op. 63

»Strenge, Stil und Logik«
Die Symphonien und das Violinkonzert von Jean Sibelius
Positionsbestimmungen

»Die moderne Symphonie ist ein Tonwerk für volles Orchester, nach den Formumrissen und der inneren Gliederung eine Gattung der Sonate, sie besteht gewöhnlich aus vier Sätzen: Allegro, Andante oder Adagio oder Largo, Menuett oder Scherzo und Allegro oder Final.« So einfach, kurz und bündig diese Definition einer »modernen Symphonie« in Oscar Pauls Handlexikon der Tonkunst (Leipzig 1873) auch scheint, so wenig konnte sie einem »modernen« Komponisten des späten 19. Jahrhunderts als Wegweiser dienen: Wer damals einem »Tonwerk für volles Orchester« den Gattungstitel »Symphonie« gab, musst eine zentnerschwere Last schultern.

Mitte des 18. Jahrhunderts hatte sich die Form der Sinfonia– der italienischen Opern-Ouvertüre – als eigenständiges, dreisätziges Orchesterwerk herausgebildet und war schnell in ganz Europa angenommen worden. Komponisten wie Giovanni Battista Sammartini, Luigi Boccherini und François-Joseph Gossec, die Bach-Söhne und die Köpfe der »Mannheimer Schule« bereiteten ihr den Weg zur überreichen Blütezeit der Wiener Klassik – zu den Symphonien Joseph Haydns und Wolfgang Amadeus Mozarts. Doch bereits 1824 erreichte die Gattung mit Ludwig van Beethovens Neunter einen Punkt, nach dem das Schreiben von Symphonien obsolet, wenn nicht unmöglich geworden zu sein schien. »Die Symphoniker seit Beethoven haben die Form nicht mehr weiter zu entwickeln vermocht«, stellt 1894 Hugo Riemanns Musik-Lexikon in seiner 4. Auflage fest; »nichtsdestoweniger würde es ein arger Fehlschuß [sic!] sein, wollte man sie als ausgelebt ansehen; die Symphonien von Schumann, Brahms, Raff, Anton Rubinstein beweisen, daß sie noch zur Füllung mit immer neuem Inhalt tauglich ist.« Weniger optimistisch äußert sich 1889 Sir George Grove in […]

von |Januar 28th, 2015|Allgemein, Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Sibelius-Abend mit Simon Rattle und Leonidas Kavakos|

CARMEN in der Neuköllner Oper

„Carmen, du bist mein Leben!“ José begehrt Carmen, verlässt seine Welt, wird für sie (?) illegal. Carmen ist schön, eine Fremde, ohne gültige Papiere. José folgt Carmen und – tötet sie.

FEUER DER GEFÜHLE
Tötet, was er zum Leben braucht…. Die bekannteste Oper der Welt erzählt von der größten, schönsten und gefährlichsten Kraft im Menschen. Aus Liebe und Begehren wird Besitzen, und was sich nicht besitzen lässt… Doch vielleicht tötet der Polizist José nicht nur die eigen-willige Frau, sondern mit ihr auch das Fremde schlechthin, das sich nicht unterordnen lässt? Wie offen Carmen vom Leben unter der Krise erzählt! Ein Polizist tötet eine Illegale, am Grenzzaun unserer Gesellschaft, dort wo sich entscheidet, wer drinnen ist und wer draußen bleiben muss. Zu den „Zigeunern“ und „Schmugglern“ im Original würde man heute sagen: Roma und Sinti, meist aus dem »Schattenreich Europas«, Rumänien und Bulgarien. In Berlin leben darüber hinaus geschätzte 50.000 Menschen jedweder Herkunft ohne Papiere, illegal. Neukölln ist ein Kulminationsort dieser Schattenbürger und ihres Ringens um Aufnahme und Legalität. So ausgegrenzt, steht Carmen für einen bewundernswerten Kampf um Freiheit.

AusGRENZEN
In Berlin, Rom und andernorts in Europa kochen zurzeit wieder heftige Gefühle hoch, die sich in Fremdenhass entladen. Auf Basis von Recherchen dazu spielen wir Bizets großartige Oper mit einem wunderbaren, jungen und temperamentvollen Ensemble neu, nah am Original und an unserer Wirklichkeit.

EIN EUROPÄISCHES PROJEKT
Carmen ist die pan-europäische Oper schlechthin in einer EU der Ausgrenzung und Massenarbeitslosigkeit unter Jugendlichen. Auf unsere Initiative entstehen anderenorts weitere Carmen-Projekte, z. B. in Barcelona mit vier jungen spanischen Komponisten und Autoren. Wir hoffen, diese im Herbst als Gastspiel zeigen zu können.

Inszenierung: David Mouchtar-Samorai · Arrangement: Bijan Azadian · Textbuch, Dramaturgie: Bernhard Glocksin · Musik. Ltg: Hans-Peter Kirchberg/Insa Bernds · Bühne: Heinz Hauser · […]

von |Januar 24th, 2015|Kultur, Oper|Kommentare deaktiviert für CARMEN in der Neuköllner Oper|

Das etwas andere Neujahrs-Konzert

MozART-Group – Die verrückte Klassik-Show
Das brandneue Programm:
„Wir ziehen neue Saiten auf!“

Filip Jaślar Violine
Michał Sikorski Violine
Paweł Kowaluk Viola
Boles.aw Błaszczyk Violoncello

Lieben Sie Salut Salon, Joja Wendt, Bodo Wartke und Hans Liberg, oder sind Fan von Blechschaden? Wenn ja, dann werden Sie die Mozart Group lieben. Die vier befrackten Herren sind davon überzeugt, dass klassische Musik so richtig Spaß machen kann, ja machen muss. Die Streicher-Solisten sind nicht nur absolute Könner auf ihren Instrumenten, sondern auch Virtuosen des Humors und der musikalischen Unterhaltung. Mit ihren brillanten musikalischen Darbietungen gepaart mit wunderbar komischen Slapstick-Einlagen produziert die Mozart Group bei jedem Publikum ganz schnell Lachsalven in Serie und lässt die Augen vor Freudentränen glänzen. Über sich selbst sagen die Musiker: „Wir trotzen dem Ernst der Konzertsäle, dem grauen Musikeralltag, aber auch Rock-, Rap- und Popfans, die vor der Klassik flüchten. Dabei behandeln wir unsere Mutter Musik mit Witz und Ironie und sind sicher, dass sie uns das nicht übelnimmt.“ In Frankreich und Polen, in den USA und Japan sind sie schon Superstars, jetzt erobern sie auch Deutschland.

von |Januar 6th, 2015|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Das etwas andere Neujahrs-Konzert|

WOYZECK

„Kannst du nicht sterben?“ „Still, alles still, als wär` die Welt tot.“ „Kann die Todsünde so schön sein?“ „Ich möchte mich nicht blutig machen.“ „Kannst du nicht sterben?“
Mißverständnisse, Eifersucht, Wahn, Drill, Liebe, Sehnsucht. Woyzeck verläuft sich im Labyrinth seiner eigenen Gefühle. Ein Getriebener, der zusätzlich noch den krankhaften Anforderungen seiner Umgebung willkürlich ausgesetzt ist.
Gleichzeitig ist es die Tragödie seiner Verlobten Marie. Auch sie wird zum Opfer ihrer Wünsche. Eine Geschichte über die verzweifelte Suche nach Liebe in einer Welt, die von Macht und Kriegen verroht ist, und keine Hoffnung zulässt.

Mit: Peter Miklusz (Woyzeck), Johanna Griebel (Marie), Luca Schaub (Tambourmajor), Raphael Dwinger (Andres), Antonia Bill (Margreth), Traute Hoess (Narr), Peter Luppa (Kind), Boris Jacoby (Hauptmann), Marko Schmidt (Unteroffizier), Matthias Mosbach (Unteroffizier), Marvin Schulze (Unteroffizier), Felix Lüke (Unteroffizier), Hannes Lindenblatt (Unteroffizier)

und: Sharon Joy Liedke, Carmen Romero Velasco, Heidrun Schug; Rainer Clemens, Riccardo Drews, Mario Erbherr, Oliver Gabbert, Thomas Göhing, Marcus Hahn, Raik Hampel, Bjoern Jarkowski, Franz Jarkowski, Carsten Kaltner, Robert Landschek, Marc Lippert, Paul Marwitz, Detlef Matthes, Haiko Neumann, Valentin Olbrich, David Pino Moraga, Alexander Petau, Michel Podwojski, Nils Rech, Benjamin Schwarweit, Thomas Schenk, Mathias Schlicht, Ralf Tempel, Christian Tiedge, Dietmar Lukas Treiber, Jan Wirdeier

Regie und Bühne: Leander Haußmann
Kostüme: Janina Brinkmann
Dramaturgie: Steffen Sünkel
Licht: Ulrich Eh
Ausbilder der Soldaten: Rainer Clemens

von |September 14th, 2014|Kultur, Theater|Kommentare deaktiviert für WOYZECK|

Wie im Himmel im HOT

Der international gefeierte Dirigent Daniel Daréus erleidet beim Großen Finale eines Symphoniekonzerts auf offener Bühne einen Herzinfarkt. Ihm erscheinen Bilder seiner Kindheit auf dem Dorf, Erinnerungen an die Demütigungen seiner Jugend. Auf Anraten des Arztes sagt Daniel alle Verpflichtungen ab. Er kehrt zurück in sein Heimatdorf und mietet sich im ehemaligen Schulgebäude ein. Abseits vom Trubel der Welt will er »wieder hören lernen«. Doch das Dorf ist neugierig auf den berühmten Mann. Vor allem die lebensfrohe Lena schafft es, ihm näher zu kommen. Daniel willigt schließlich ein, den Kirchenchor zu leiten. Der ist ein Abbild der dörflichen Gemeinschaft. Jeder kennt jeden, jeder hat seine scheinbar feste Rolle zugewiesen bekommen. In der Arbeit mit dem heimgekehrten Künstler brechen alte Konflikte und Zuschreibungen auf: Der duldsame Holmfried wehrt sich zum ersten Mal gegen die Sticheleien der anderen, Gabriella stellt sich gegen ihren gewalttätigen Mann, und die Frau des frömmelnden Pfarrers entdeckt ihre Sinnlichkeit. Immer mehr Dorfbewohner finden im Chor Sinn und Zusammenhalt, immer weniger gehen zum Pfarrer in die Kirche. Unbeabsichtigt macht sich Daniel Feinde im Dorf – und auch ihm begegnen die alten Konflikte seines Lebens wieder.

› Stefan Otteni
Musikal. Leitung
› Bettina Ostermeier
Bühne u. Kostüme
› Anne Neuser

› Raphael Rubino
› Elzemarieke de Vos
› Wolfgang Vogler
› Melanie Straub
› Zora Klostermann
› Florian Schmidtke
› Rita Feldmeier
› René Schwittay
› Alexander Finkenwirth
› Michael Schrodt
› Christian Deichstetter
› Susi Wirth

von |Februar 27th, 2014|Kultur, Theater|Kommentare deaktiviert für Wie im Himmel im HOT|

Voces8 Eventide im Radialsystem

Das britische Vokalensemble Voces8 ist ein sehr erfolgreichstes Vocal-Ensemble aus England (very british) mit zwei Sängerinnen und sechs Sängern und einem Repertoire von mittelalterlicher Kirchenmusik bis zu Jazz- und Poparrangements.

Mir haben besonders die langsamen Stücke von Alexander Levine und Tallis gefallen. Es war schon sehr beeindruckend, aber so ganz sicher war ich mir nicht, ob dieser Mix, der natürlich auch ein Markenzeichen darstellt, so richtig gut zusammenpasst. Dennoch ein wirklich schöner Abend.

Thomas Weelkes (1576-1623): Alleluia, I Heard a Voice
Hieronymus Praetorius (1560-1629): Magnificat Quinti Toni
Duke Ellington (1899-1974), arr. Ben Parry: It Don’t Mean a Thing
Al Jolson (1886-1950), arr. Jim Clements: Me and My Shadow
Thomas Tallis (1505-1585): Te Lucis Ante Terminum (Festal Chant)
Franz Biebl (1906-2001): Ave Maria
Sergei Rachmaninov (1873-1943): Bogoroditsye Dyevo
Thomas Tallis (1505-1585), arr. Christian Forshaw: Te Lucis Ante Terminum (Ferial Chant)
Giovanni Gabrieli (1554-1612): Jubilate Deo
Trad., arr. David Blackwell: Steal Away
Thomas Morley (1557/8-1602): Fire! Fire!
Pierre Passereau (ca. 1490-1547): Il est Bel et Bon
Alexander Levine (*1955): Songs Sancti Augustini (1. Noli Abscondere a me Facem Tuam – 2. Quid est Ergo), Deutsche Erstaufführung
Simon and Garfunkel, arr. Voces8: 59th Street Bridge Song
Mumford & Sons, arr. Jim Clements: Timshel
Marvin Hamlisch (1944-2012) / Carol Bayer Sager (*1947), arr. Jim Clements: Nobody Does it Better
George Gershwin (1898-1937), arr. Jim Clements: Slap that Bass

von |Februar 15th, 2014|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Voces8 Eventide im Radialsystem|

Theater kommt in der Volksbühne auch ohne Worte aus

Nachdem Michael es im letzten Jahr nicht geschafft hatte, in „Murmel Murmel“ zu gehen, haben wir für das Nachfolgestück „Ohne Titel Nr.1“ in der Volksbühne Karten besorgt.

Tatsächlich wurde kein Wort (zumindest kein verständliches) gesprochen. Dafür wurde Musik gemacht, getanzt und es gab Szenen aus dem wahren Leben zu sehen, die tatsächlich keine Worte brauchten, um verstanden zu werden. Es war einfach eine gigantische bunte Show, bei der es viel Spaß gemacht hat, zuzusehen.

Bettina aber am meisten von dem Sprung einer gelb-berockten kleinen Schauspielerin über das überdimensionierte Sofa begeistert, das während der ganzen Vorstellung die einzige Requisite auf der Bühne darstellte.

Leider konnte Michael dann doch nicht mitkommen. Wir haben Ihm dringend geraten, sich das Stück noch einmal anzusehen. Das wird er jetzt auch zusammen mit Anja und Harald machen. Viel Spass!

Mit: Florian Anderer, Matthias Buss, Nora Buzalka, Werner Eng, Patrick Güldenberg, Jonas Hien, Wolfram Koch, Inka Löwendorf, Annika Meier, Ruth Rosenfeld, Axel Wandtke, Hubert Wild, Ingo Günther, Fabrizio Tentoni und Michael Rowalska

Regie und Bühne: Herbert Fritsch
Kostüme: Victoria Behr
Licht: Torsten König
Musik: Ingo Günther, Herbert Fritsch
Ton: Klaus Dobbrick
Video: Konstantin Hapke
Dramaturgie: Sabrina Zwach

von |Januar 23rd, 2014|Kultur, Theater|Kommentare deaktiviert für Theater kommt in der Volksbühne auch ohne Worte aus|

Heimkino mit allen auf dem neuen Sofa

von |Januar 14th, 2014|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Heimkino mit allen auf dem neuen Sofa|

Mozart und Schostakowitsch in der Philharmonie

Niemand, der die Altersgrenze von sechs Jahren überschritten hat, kann ohne Zuhilfenahme von Stimmungsaufhellern so frohgemut in die Welt gucken und gehen wie Menahem Pressler. Als der Pianist am Freitagabend − mit eben diesem Blick und Gang − den Saal der Philharmonie betrat, wurde die Winternacht zum Sommertag, und schon der Auftrittsapplaus des Publikums dauerte so lange wie bei manchen Künstlern der Schlussapplaus. Einige Gäste erhoben sich sogar von ihren Plätzen. Das war dem Anlass durchaus angemessen, denn Pressler − mehr als ein halbes Jahrhundert lang der Pianist des Beaux Arts Trios, ein Kammermusiker, den die größten Virtuosen seiner Zunft bewundert haben − gab bei den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Semjon Bytschkow sein Debüt als Solist. Am 16. Dezember ist er neunzig Jahre alt geworden (Berliner Zeitung).

BERLINER PHILHARMONIKER
SEMYON BYCHKOV Dirigent
MENAHEM PRESSLER Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester G-Dur KV 453

Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 11 g-Moll op. 103 »Das Jahr 1905«

Menahem Pressler wurde 1923 in Magdeburg geboren und emigrierte 1939 nach Israel, wo er u. a. bei Eliahu Rudiakov und Leo Kestenberg Klavier studierte. Nachdem er beim Internationalen Debussy-Wettbewerb in San Francisco 1946 mit dem 1. Preis ausgezeichnet worden war, folgte sein Amerika-Debüt beim Philadelphia Orchestra (Dirigent: Eugene Ormandy). Zahlreiche Auftritte bei international bedeutenden Orchestern in den USA und in Europa schlossen sich an. Menahem Pressler verfolgte bereits fast 10 Jahre lang eine erfolgreiche Solo-Laufbahn, als er seine beispiellose Karriere als Kammermusiker begann: Als Gründungsmitglied des Beaux Arts Trios, mit dem er 1955 beim Berkshire Music Festival debütierte, war der Künstler für 55 Jahre lang als einziger Pianist verbunden; das legendäre Klaviertrio, dem zuletzt auch Daniel Hope (Violine) und Antonio Meneses angehörten, existierte bis 2008. Neben seinen Konzerten mit dem Beaux Arts Trios […]

von |Januar 12th, 2014|Konzert, Kultur|Kommentare deaktiviert für Mozart und Schostakowitsch in der Philharmonie|