Die Perser im Deutschen Theater

480 v. Chr. verloren die Perser in der Schlacht bei Salamis gegen die ihnen zahlenmäßig weit unterlegenen Griechen. Acht Jahre später schrieb Aischylos die älteste überlieferte Tragödie der Weltliteratur. Ein Grieche spricht zu Griechen, als wäre er ein Perser und stellt nicht den Sieg, sondern die Katastrophe der Niederlage dar. In Botenberichten, Litaneien, Dialogen und Erklärungen rückt etwas Verborgenes, in dunklen Ahnungen und Befürchtungen sich Abzeichnendes immer stärker ins Sichtbare. Die Erkenntnis der Niederlage fügt sich zu einem einzigen langen Schrei.

von |Januar 9th, 2014|Kultur, Theater|Kommentare deaktiviert für Die Perser im Deutschen Theater|

Na, weil ich etwas machen möchte was mir Spaß macht!

Ich glaube, mit dieser einen sebstgebrannten CD, die meine Schwester und ich vor Jahren bekommen haben, mit der fing es an. Es war eine CD von Kurt Krömer, die bei uns auch immernoch für große Belustigung sorgt. Kurt Krömer trifft es in einer seiner Geschichten nämlich ziemlich gut, als er auf die Frage, wieso er denn eine Schauspielkarriere beginnen wolle antwortet, dass er „etwas machen möchte, was ihm Spaß macht.“ Genau das möchte ich nämlich auch.

Ich befinde mich im Moment in einer Lebenssituation, in der Spaß ganz vorne und gleichzeitig ganz hinten stehen soll und habe noch nicht ganz den Dreh raus, wie das zusammenpassen soll. Ich habe letztes Jahr mein Abitur gemacht und warte seitdem auf die große Erleuchtung, den fallenden Groschen, darauf, dass mir plötzlich etwas begegnet, was mich begeistert, mitreißt und ich nicht länger rätseln muss, was das Leben für mich bereithält. Ganz so einfach wie ich mir das gedacht hatte, war es dann leider nicht.

Vor Kurzem habe ich mich erneut in das Schussfeld meiner Eltern und Großeltern begeben, um die lästige Frage zu klären, was denn nun aus mir werden soll. Da habe ich spontan mit dem geantwortet, was Kurt Krömer mir beigebracht hat: Ich möchte etwas machen, was mir Spaß macht. Das hätte ich lieber nicht gesagt, denn darauf hin ist eine weitere dieser Was-machst-du-denn-bloß-Kind-Diskussionen ausgebrochen. Sie war allerdings nicht so schlimm, wie befürchtet und hat mich auf einige Ideen gebracht.

Ich habe das erste Mal über die Definition von Spaß nachgedacht. Wie ist das mit dem Spass? Ist Spaß Freizeit, Freunde und Ferien? Oder kann Studium und Arbeit auch Spaß machen? Ist Spaß ein Entscheidungskriterium für die weiter Zukunft?

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Spaß für jede Person etwas komplett […]

von |Januar 9th, 2014|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Na, weil ich etwas machen möchte was mir Spaß macht!|

Morgen in Kiel

Sonnenaufgang in der Hofholzallee.

von |Januar 3rd, 2014|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Morgen in Kiel|

Neujahrsspaziergang

Neujahr, Meer – und Horizonte.

von |Januar 1st, 2014|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Neujahrsspaziergang|

2013 hört auf

Das war wieder ein Jahr. Wow! Es war voll mit Dingen, die Freude gemacht und die Erinnerungen hinterlassen haben. Geburtstagsfeiern, Abitur, Master, China, Wanddurchbrueche, Griechenland, Frankreich, Kanada, Klinikumbau, Konzerte – unglaublich, was in solchen Jahren zusammenkommt.

Dass wir am Ende entspannt darauf schauen können, dass wir in zwölf Monaten so oft die Chance zum Glücklichsein erhalten haben (auch wenn wir Sie nicht immer genutzt haben) ist sicher ein Grund, dem scheidenden Jahr dankbar zu sein.

von |Dezember 31st, 2013|Allgemein|Kommentare deaktiviert für 2013 hört auf|

Weihnachten in Neumünster

Was wäre Weihnachten ohne Gans! Am 2. Weihnachtsfeiertag stand das Familientreffen in der Klosterstrasse ganz im Zeichen des gemeinsamen  kulinarischen Grossgenusses (Bilder).

Musikalisch wurde nach Öffnung und der Freude über die noch unter dem Heuer’schen Weihnachtsbaum liegenden Geschenke auch noch einiges aufgeboten. Rundum einfach schön so ein Weihnachten.

 

von |Dezember 27th, 2013|Familie, Leben und Begegnung|Kommentare deaktiviert für Weihnachten in Neumünster|

Weichnachtsfeier Capella

Wie jedes Jahr beinhaltete das Menu auch beim diesjährigen Treffen der Capella Occasionem eine zweistellige Zahl von Gängen, bei denen ein kulinarisches Highlight das nächste ablöste. Köstlich!

Philharmonie Pēteris Vasks

Ein Weihnachtskonzert ohne Weihnachtsmusik. Aber sehr nordisch mit Fokus auf Lettland und Brahms. Im Programmheft wurde auf die nordeuropäische Stammesgeschichte und das grüblerische und Spröde des nordischen Menschenschlags verwiesen.

Die Musik war wie wir auch natürlich in keiner Weise spröde oder depressiv. Beeindruckend besonders das  Cantabile für Streicher (1979) von Pēteris Vasks, der  1946 im lettischen Aizpute geboren wurde. Das Stück hatte aleatorische Abschnitte, in denen die Musiker tun dürfen, was ihnen beliebt – es klang ganz schwingend und lichterfüllt – sehr weihnachtlich. Vasks wollte nach eigenen Worten zum Ausdruck bringen, »wie schön und harmonisch die Welt ist«, das ist ihm gelungen.

Die dem folgende lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča konnte ziemlich hoch singen und wollte wohl das  auch hauptsächlich zum Ausdruck bringen. Die Musik eines unbekannten lettischen Komponisten, die sie betont empathisch vortrug, konnte mehr Bettina als mich begeistern und den abschliessenden Brahms fanden wir beide streckenweise etwas langweilig. 

von |Dezember 21st, 2013|Konzert, Kultur|0 Kommentare|

Weinachtsglühweinstimmung am Holstentor

von |November 22nd, 2013|Allgemein|0 Kommentare|

Nervenschmerz und avantgardistisches Theater

Western Society im HAU2. Die Handlung bestand im Nachspiel des am seltensten herunter geladenen  Youtube Clips des letzten Jahres. Während der Clip nur 4 Minuten lang war, dauerte das Stück unter Mitwirkung des Publikums etwa 2 Stunden. Was nach Meinung von Reinfried, den wir zu dieser avantgardistischen Aufführung aus Kiel eingeladen hatten, um ihm beeindruckende Einblicke in die Berliner Theaterszene zu vermitteln, in nordischer Kürze in etwas weniger Zeit hätte abgehandelt werden können.

Ich habe mich jedoch sehr gut amüsiert. Bettina leider weniger, da  bei ihr nicht das Stück einen Nerv getroffen hat, sondern offensichtlich  Knochen ihrer Wirbelsäule, was schon seit mehreren Tagen jeden Genuss erschwerte.

von |November 22nd, 2013|Kultur, Theater|1 Kommentar|