Verleihung der Zelter Plakette
Höchste nationale Auszeichnung für Laienchöre
Im Rahmen der Eberswalder Tage der Chor- und Orchestermusik wurde der Lichterfelder Johanneskantorei am Sonntag, 6. März 2016 eine besondere Ehre zuteil: Bettina Heuer-Uharek, Kantorin und Irmgard Reihlen, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates nahmen während des zentralen Festaktes die vom Bundespräsidenten gestiftete erste Zelter-Plakette dieses Jahres stellvertretend für alle weiteren Chöre entgegen. Überreicht wurde die Auszeichnung von Sabine Kunst, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, in Vertretung des Bundespräsidenten.
100 Jahre ununterbrochene Chortätigkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erhalt der Zelter-Plakette. Sie wird an Chöre verliehen, die sich „im langjährigen Wirken besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben“. Ebenso ist die Chortätigkeit der letzten fünf Jahre ein Entscheidungskriterium. Seit zwölf Jahren ist Bettina Heuer-Uharek diejenige, die die musikalische und menschliche Einheit des Chores bei Proben, Reisen und Konzerten fördert und fordert. Besonders wichtig ist ihr dabei auch die Chorarbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Die Zelter-Plakette wird im Kirchraum der Johanneskirche dauerhaft ausgestellt. Die Präsentation erfolgt bei dem Konzert der Johanneskantorei am 11. September 2016.
Anlässlich des 100. Geburtstages der Johanneskirche am 31. Oktober 2014 wollten engagierte Gemeindeglieder die Chorgeschichte genauer untersuchen: Dr. Hildegard Frisius und Nicole Weyde förderten die notwendigen Unterlagen und Daten zutage und kümmerten sich gemeinsam mit der Kantorin um das aufwändige Antragsverfahren. Eines ihrer Fundstücke ist die Original-Ankündigung des ersten Konzertes des Kirchenchores der Johanneskirche:
Am Sonntag, den 24. Januar 1915 fand in der einige Monate zuvor eingeweihten Johanneskirche ein Geistliches Konzert unter der Leitung von Leopold Behrends statt. Anlässlich dieses Konzerts sang der Kirchenchor der Johanneskirche nachweislich zum ersten Mal.
In der Johanneskantorei Berlin-Lichterfelde singen heute 68 Sängerinnen und Sänger aller Altersgruppen unter […]
Berliner Philharmoniker Schostakowitsch
Die Schrecken der Stalin-Ära
Mit seiner Zehnten Symphonie reflektiert Dmitri Schostakowitsch schonungslos die Schrecken der Stalin-Ära. Speziell der wahnhaft-brutale zweite Satz ist als Porträt des Diktators konzipiert. Das Werk wird in unseren Konzerten von Mariss Jansons dirigiert, der aus der berühmten Leningrader Schostakowitsch-Tradition stammt und als einer der besten Interpreten des Komponisten gilt. In Henri Dutilleux’ sehnsuchtsvollem Cellokonzert begegnet uns als Solist Truls Mørk.
Berliner Philharmoniker
Mariss Jansons Dirigent
Truls Mørk Violoncello
Hector Berlioz
Le Carnaval romain, Ouverture caractéristique op. 9
Henri Dutilleux
Tout un monde lointain…, Konzert für Violoncello und Orchester
Truls Mørk Violoncello
Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 10 e-Moll op. 93
CHOR@BERLIN: ARVO PÄRT – KANON POKAJANEN
MDR Rundfunkchor
Der preisgekrönte MDR Rundfunkchor unter der Leitung von Risto Joost eröffnet Chor@Berlin mit Arvo Pärts abendfüllendem „Kanon Pokajanen“. In der Auseinandersetzung mit dem Bußkanon der russisch-orthodoxen Tradition schuf Pärt ein von der Sprache ausgehendes Chorstück, das so wohl nicht von ihm erwartet worden wäre: „Ich wollte dem Wort die Möglichkeit geben, seinen eigenen Klang zu wählen, seine melodische Linie selbst zu zeichnen… so entstand – auch für mich etwas überraschend – eine Musik, ganz durchdrungen von dem eigenartigen Charakter dieser besonderen, nur in Kirchentexten verwendeten slawischen Sprache.“ „Kanon Pokajanen“ ist eine Auftragskomposition zum 750-jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung des Kölner Domes (1998).
Der MDR Rundfunkchor als größter und traditionsreichster Chor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gilt unter Experten als einer der besten. Dirigenten wie Herbert von Karajan, Kurt Masur, Claudio Abbado, Simon Rattle oder Roger Norrington haben dem MDR Rundfunkchor dabei bereits ihre Reverenz erwiesen. Weltliche und geistliche Musik, Ensemblegesang sowie Chorsinfonik gehören gleichermaßen zum Repertoire, das beinahe ein Jahrtausend Musikgeschichte umspannt. Als Spezialensemble für Zeitgenössische Musik haben sich die rund 75 Choristen durch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen einen Namen gemacht. Nahezu 200 Schallplatten und CDs – viele davon preisgekrönt – hat das Ensemble in seiner über 60-jährigen Geschichte aufgenommen. 2013 wurde der Chor mit dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet.
Chor@Berlin 2016 – Das Vokalfest im RADIALSYSTEM V
Junge Ensembles, lebendige Stimmen und außergewöhnliche Programme stehen im Zentrum der mittlerweile sechsten Ausgabe des Festivals. Mit hochkarätigen Chorkonzerten, Workshops und Mitsingaktionen lädt der Deutsche Chorverband vom 25. bis 28. Februar im RADIALSYSTEM V erneut dazu ein, die Vielfalt der Vokalmusik zu entdecken.
Auf dem Konzertprogramm stehen in diesem Jahr unter anderem „Nacht Lieder“: Soundscapes, elektronische Musik und Videos des hektischen Großstadtalltags bilden die Basis für die musikalische Suche nach Ruhe in dieser […]
Christian Thielemann und Maurizio Pollini interpretieren Chopin
Maurizio Pollinis legendäre Chopin-Aufnahmen dürfen in keiner Musiksammlung fehlen. In der Philharmonie präsentiert er nun mit Christian Thielemann das Erste Klavierkonzert. Auch sonst kreist der Abend um die Romantik: mit Schumanns Genoveva-Ouvertüre, Aribert Reimanns Schumann-Fragmenten und Orchesterstücken aus Strauss’ Oper Intermezzo, die virtuos zwischen spätromantischem Klangrausch und zukunftsweisender Originalität changieren.
Berliner Philharmoniker
Christian Thielemann Dirigent
Maurizio Pollini Klavier
Robert Schumann
Ouvertüre zur Oper Genoveva op. 81
Frédéric Chopin
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll op. 11
Maurizio Pollini Klavier
Aribert Reimann
Sieben Fragmente für Orchester in memoriam Robert Schumann
Richard Strauss
Vier symphonische Zwischenspiele aus Intermezzo op. 72
Von einem der auszog, weil er sich die Miete nicht mehr leisten konnte
Von einem der auszog, weil er sich die Miete nicht mehr leisten konnte
Oper von Dirk von Lowtzow und René Pollesch
Das war sie also, die Geschichte von mir und Dingsda. Es war zu Ende. Das Begehren war weg und merkwürdigerweise auch die Realität. Ich hätte vielleicht erwartet, dass ich den Realitätssinn verliere, so wie früher, wenn deine Worte und Versprechungen und das was dann passierte, nicht mehr in den Rahmen dessen passte, was ich an Vorverständnis für Szenerien mitbringen konnte. Aber diesmal, und es wird unser letztes Mal gewesen sein, war es anders. Das, was ich die wirkliche Welt nenne, die, die wir eben so verstehn können, und auseinandernehmen und auch verbessern, ist in dem Moment kollabiert, und hat sich ganz und gar aufgelöst. Es gibt dich nicht mehr. Ich meine, begehrenstechnisch, und ich frage mich, wie du vor mir verschwinden konntest. Weißt du, zu sagen, dass du für mich gestorben bist, trifft es ja nicht. Damit wischt man ja nur das Problem weg und ignoriert, was da vor einem steht, das elementare phantasmatische Objekt. Weißt du, wenn jemand wie ich, so viele Geschichten zusammengetragen hat, über alle Zustände, in denen ich mit dir war, und diese Geschichten, wenn zwei Leute dann eines Tages in einem Raum stehen, und das alles hat nichts mehr mit ihnen zu tun… Ich muss dann an diesen Film denken, den ich neulich sah. Eine Frau geht auf ein Haus zu, und man hat den Eindruck, dass das Haus den Blick erwidert. So als hätten wir eine Ahnung, dass da jemand zurückguckt, der sich aber nicht zeigt. Und das ist das Entscheidende. Obwohl wir nicht hineingucken können, gibt es diese Tendenz, dass wir dahinter jemanden vermuten. Wir können den Blick […]
Schmitke
Schmitke beginnt mit nahezu skandinavischer Trockenheit, einer Komik, die sich aus dem Alltäglichen generiert. Schmitkes (Peter Kurth) Tätigkeit als Ingenieur für Windräder ist sehr bewusst gewählt, denn so wie seine Räder dreht sich auch Schmitkes Leben ewig weiter und kommt doch nie vom Fleck.
Aber dann durchbrechen plötzlich mehrere Ereignisse seine Routine. Hippie-Tochter Anne (Lana Cooper) kehrt von einer Erleuchtungsreise zurück und versucht (vergeblich) ihren Vater für die esoterische Wirkung von Steinen zu begeistern. Und dann wird Schmitke auch noch von seinem Labor in den Außendienst versetzt und muss sich mit seinem nervtötenden Kollegen Thomas (Johann Jürgens) auf eine Reise nach Tschechien begeben, um in einem verschlafenen Nest mitten in den Bergen ein altes Windrad zu reparieren.
Wenn Schmitke seine geordnete Welt verlässt, verändern sich auch Stimmung und Stil des Films. Die trockene Tragikomik macht einer wachsenden Bedrohung platz. Altrichter inszeniert den Wald sowohl als Sehnsuchtsort wie auch als diffuse Gefahr und zieht diese Aspekte motivisch durch seinen Film. Ist es zunächst noch die Radionachricht vom „Bären-Mann“, der in der Wildnis aufgegriffen wurde, und ein mysteriöses Gebüsch, das Schmitke auf seinem Heimweg regelmäßig aus dem Konzept bringt, sind es nun die mit Nebelschwaden überhangenen tschechischen Wälder, die seinen Helden auf unerklärliche Weise faszinieren.
Doch der Wald ist nicht das einzige Motiv des Films. Rotierende Apparaturen, Hirsche und vermutlich noch einiges mehr, das von mir unbemerkt blieb, tauchen immer wieder auf und verleihen Schmitke etwas (Alb)Traumhaftes. Erzählebenen verschieben sich und stellen die Zuschauer_innen vor ein Rätsel. Was ist Traum, was Wirklichkeit? Auch das tschechische Nest, in dem Schmitke und Thomas stranden, wirkt wie eine zeitlose Parallelwelt. Wie das kaputte Windrad, das einfach nicht stehen bleiben möchte, scheinen sich auch im Dorf die Tage auf mystische Weise endlos zu […]
Spätromantisches Schwärmen
An Camille Saint-Saëns’ Orgelsymphonie gibt es viel zu bewundern: Extrem facettenreich ist dieses originelle Werk – einerseits duftig und zart, andererseits im Orgel-Finale feierlich brausend. Wie die Symphonie werden auch die anderen Werke dieser Konzerte mit Zubin Mehta von spätromantischem Schwärmen durchzogen: Franz Schmidts Zwischenspiel aus der Oper Notre Dame und Erich Wolfgang Korngolds Violinkonzert mit Gil Shaham als Solist.
Berliner Philharmoniker
Zubin Mehta Dirigent
Gil Shaham Violine
Thierry Escaich Orgel
Franz Schmidt
Zwischenspiel aus der Oper Notre Dame
Erich Wolfgang Korngold
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Gil Shaham Violine
Camille Saint-Saëns
Symphonie Nr. 3 c-Moll op. 78 »Orgelsymphonie«
Thierry Escaich Orgel
Kino im Kopf
Anmerkungen zu Werken von Franz Schmidt, Erich Wolfgang Korngold und Camille Saint-Saëns
Oper und Film – Franz Schmidts Oper Notre Dame
Der österreichische Komponist, Pianist, Cellist und Dirigent Franz Schmidt war im Wiener Musikleben des Fin de siècleeine durchaus prominente Figur. Sein Œuvre umfasst Klavier- und Orgelwerke, Kammermusik, vier Symphonien, konzertante Variationen für Klavier und Orchester und (als beeindruckendes Spätwerk) das 1937 vollendete Apokalypse-Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln.Die Leidenschaft für das Orchester hatte Schmidt, von 1896 bis 1911 als Cellist den Wiener Philharmoniker angehörte, schon früh entdeckt. Seine Erste Symphonie war 1899 mit dem Beethoven-Preis der Gesellschaft der Musikfreunde ausgezeichnet worden, und auch die Uraufführung des Zwischenspiels aus einer unvollendeten romantischen Oper am 6. Dezember 1903 fand reichlich Beifall – wobei der Titel eigentlich eine Irreführung war: Schmidt hatte mit der Arbeit an der »unvollendeten« Oper noch gar nicht richtig begonnen. Zwischen 1904 und 1906 entstand dann der Zweiakter Notre Dame, nach dem Roman Notre-Dame de Paris von Victor Hugo, der zuvor schon drei Mal auf die Opernbühne gebracht worden war. Bereits 1836 – fünf Jahre nach der Veröffentlichung des Romans – hatte die Französin Louise Angélique Bertin ein Original-Libretto Hugos […]
Eröffnungskonzert Musikfest Berlin: Arnold Schönberg
Staatskapelle Berlin
Eröffnungskonzert
Arnold Schönberg [1874–1951]
Verklärte Nacht für Streichorchester op. 4 [1899/1917]
Arnold Schönberg
Fünf Orchesterstücke op. 16 [1909]
Arnold Schönberg
Variationen für Orchester op. 31 [1926–1928]
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
in Kooperation mit der Staatsoper Unter den Linden
Staatskapelle Berlin
Daniel Barenboim Leitung
„Es gelang ihm, all das, was vor ihm geschrieben wurde, zusammenzufassen – und doch zeigt er uns im gleichen Moment den Weg in die Zukunft.“ Mit diesen pointierten Worten benannte Daniel Barenboim die epochale Leistung des Komponisten Arnold Schönberg. Der leidenschaftliche wie charismatische Schönberg-Interpret deutete damit zugleich an, welcher Herausforderung sich jeder Musiker, der sich mit dem Komponisten beschäftigt, bis heute zu stellen hat: Nämlich der Herausforderung, in jedem Moment der Aufführung die Gegenpole in der musikalischen Persönlichkeit dieses janusköpfigen Künstlers auf gedanklich klare und zugleich sinnliche Weise in Verbindung zu bringen. Dass Schönberg zugleich Denker und Geschichtenerzähler, Bilderstürmer und Klangfarbenmaler, Nostalgiker und Visionär sein konnte, das ist in drei Schlüsselwerken aus seinen zentralen Schaffensphasen zu hören. In ihnen lässt sich unter anderem erleben, wie Schönberg das nächtliche Geständnis einer verschwiegenen Vaterschaft auf provozierende Weise romantisch schildert, die Farben eines Sommermorgens am See expressionistisch deutet und seinen endgültigen Aufbruch in die Moderne mit den Tönen B-A-C-H signiert.
Das Musikfest Berlin 2015 eröffnet damit sein diesjähriges Programm. In den darauffolgenden Konzerten tritt das Schaffen Arnold Schönbergs zusammen mit der Musik seines Zeitgenossen, dem Dänen Carl Nielsen, in einen Dialog mit den Werken Gustav Mahlers.
TAGESPIEGEL
Eröffnung Musikfest Berlin
Ewige Avantgarde
04.09.2015 Von Frederik Hanssen
Prekäre Liebesszenen: Daniel Barenboim und die Staatskapelle eröffnen das Musikfest Berlin mit Werken von Arnold Schönberg und erweisen sich als erhellende Erzähler mit bewundernswerter Konzentrationsfähigkeit.
„Ich weiß gar nicht, was immer für ein Gewese um diesen Schönberg gemacht wird“, wendet sich die elegant gekleidete Dame auf dem Weg zum Pausensekt […]
Mozart und Mahler
Berliner Philharmoniker
Gustavo Dudamel Dirigent
Wolfgang Amadeus Mozart Serenade Nr. 9 D-Dur KV 320 »Posthorn-Serenade«
Gustav Mahler Symphonie Nr. 1 D-Dur
Orchesterwerke von Wolfgang Amadeus Mozart und Gustav Mahler
»Im Anfang war das Wort«, so steht es in der Bibel geschrieben (Joh. 1, 1). Aber was war davor? Im Grunde genommen die Erschütterung, deren Maximum, Vulkanausbruch und Unwetter. Dieses Naturbeben transformierte der Mensch am Beginn seiner (biblischen) Geschichte zu einem Stück Kultur – in Gestalt eines Blasinstruments, das hebräisch שׁוֹפָר (schofar) heißt: Horn, vornehmlich Widderhorn. Zum einen ist das Horn also eines der ältesten Trinkgefäße, zum anderen stellt seine Nutzung als Schallverstärker, quasi als eine Vorform des Megafons, einen der frühesten Versuche dar, das Beben der Natur nicht nur zu erleiden, sondern es gleichsam in menschliche Regie zu überführen. Die Töne jener ersten Hörner müssen, so berichten es Historiker, die Menschen in der Nähe mit ähnlichem Schauder durchdrungen haben wie der Donner oder das Gebrüll von Tieren. Doch war der Mensch ja nun selbst Autor dieses Donners, dieses Gebrülls, und insofern eine archaische Antwort auf das Naturbeben: der klingende Gegenzauber – man denke nur an die Eroberung der Stadt Jericho durch die Kinder Israels: »Darauf erhob das Volk das Kriegsgeschrei und die Widderhörner wurden geblasen. Als das Volk den Hörnerschall hörte, brach es in lautes Kriegsgeschrei aus. Die Stadtmauer stürzte in sich zusammen, und das Volk stieg in die Stadt hinein, jeder an der nächstbesten Stelle.« (Josua 6, 20)
Klangkultur pur: Wolfgang Amadeus Mozarts Posthorn-Serenade KV 320
Im Laufe der Geschichte wurde auch die zivile Nutzung dieses wundervollen Instruments in Betracht gezogen. Das Horn diente als Mitteilungs- und Ankündigungsmittel. So kam im Grunde das Posthorn in die Welt, und dort blieb es so lange, bis – vorgeblich – verfeinerte Kommunikationsmittel ersonnen […]








